Intensives Auswärtsspiel in der 1. Klasse Mitte-West: Union Gaspoltshofen unterlag dem SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 mit 2:3. Pichl traf früh, geriet zwischenzeitlich in Rückstand und holte sich in der Nachspielzeit den Sieg. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir bis zur Schlussminute gekämpft haben“, sagte Trainer Levente Kresz nach dem Lucky Punch seiner Mannschaft und sprach von einem „engen Spiel“, auf das man sich genau so eingestellt hatte.

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Pichl legte in Gaspoltshofen los wie gewünscht. In der 8. Minute stellte Simon Alexander Korntner auf 0:1 – für Kresz der verdiente Lohn für eine starke Anfangsphase. „Wir wussten, dass es in Gaspoltshofen schwierig wird, dass das eine enge Partie wird. Wir haben gut angefangen und sind verdient in Führung gegangen – ein wunderschöner Weitschuss von Simon Korntner“, schilderte der Coach. Die Heimischen antworteten prompt: Philipp Gasselsberger traf in Minute 13 zum 1:1. „Durch eine Standardsituation haben sie den Ausgleich geschafft. Der Ball prallt vom Tormann ab, sie reagieren schneller und schießen ihn rein“, haderte Kresz mit der Entstehung. Nach 25 Minuten drehte Gaspoltshofen die Partie über Matthäus Bürstinger auf 2:1. Pichl verpasste davor und danach eine dicke Gelegenheit, kam aber noch vor dem Pausenpfiff zurück: In der 36. Minute traf Fatlum Ibrahimi aus der Distanz zum 2:2 – „ein super Weitschuss“ (Kresz). Zur Halbzeit stand es leistungsgerecht 2:2, wobei Pichl laut Trainer „spielerisch gut war“ und „neben den zwei Toren noch zwei sehr gute Chancen“ hatte.
Nach dem offenen Schlagabtausch vor der Pause wurde das Spiel im zweiten Durchgang enger. Beide Teams schenkten einander in den Zweikämpfen nichts, klare Chancen blieben selten. „Die größte Stärke war in der zweiten Halbzeit das Kämpferische“, brachte Kresz den Pichler Auftritt auf den Punkt. „Offensiv waren wir nicht mehr so präsent, aber wir haben nicht aufgegeben.“ Genau dieses Dranbleiben wurde belohnt: In der 91. Minute schlug Pichl noch einmal eiskalt zu, als Nikolay Borisov zum 2:3 traf. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir bis zur Schlussminute gekämpft haben. Am Ende waren wir die Glücklicheren – der Lucky Punch ist gefallen“, so der sichtlich erleichterte Trainer. Gaspoltshofen hielt zwar weiter dagegen, brachte im zweiten Abschnitt aber ebenso wenig zwingende Aktionen zustande, weshalb der späte Treffer den Unterschied machte.
Auch wenn am Ende drei Punkte stehen, sprach Kresz offen über strittige Momente: „Meiner Meinung nach haben wir einen ganz klaren Elfer in der ersten Halbzeit nicht bekommen. Ansonsten möchte ich den Schiedsrichter nicht kommentieren, das können wir sowieso nicht beeinflussen.“ Den Gegner hatte er genau so erwartet: „Überrascht hat uns Gaspoltshofen nicht. Wir wussten, dass sie sehr zweikampfstark sind, eine kämpferische Mannschaft, die nie aufgibt – und das haben wir bekommen.“ Gleichzeitig lobte der Coach die eigene Truppe und legte den Finger in die Wunde: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Spielerisch in der ersten Halbzeit sehr gut, nach der Pause offensiv nicht mehr so präsent – aber wir haben alles reingeworfen.“ In der Tabelle hält Pichl nach diesem Auswärtssieg bei 33 Punkten und rangiert auf Platz drei, Gaspoltshofen steht bei 18 Zählern im hinteren Mittelfeld. Zum Schluss schickte Kresz noch faire Worte hinterher: „Gratulation an mein Team, und ich wünsche Gaspoltshofen viel Erfolg – ich glaube, sie werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“