Spielberichte

Roland Lindenbauer (Trainer SV Schlüßlberg): 'Wir hatten klar mehr Ballbesitz'

SV Krenglbach
SV Schlüßlberg

Runde 19 in der 1. Klasse Mitte-West brachte in Krenglbach ein intensives Duell auf Augenhöhe: Der SV Fenastra Krenglbach und der SV Schlüßlberg trennten sich 2:2. Nach einem 0:2 zur Pause kämpfte sich Schlüßlberg zurück und nahm am Ende einen Punkt mit. Trainer Roland Lindenbauer ordnete die Partie bodenständig ein: „Wir hatten klar mehr Ballbesitz und auch mehr Spielanteile, aber der Gegner hat gut verteidigt.“ Sein Resümee zum Remis fiel nüchtern aus: „Unterm Strich ist das Ergebnis okay.“

Bällesack

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Krenglbach setzt frühe Stiche, Schlüßlberg antwortet nach der Pause

Der Start gehörte den Hausherren, die aus wenig viel machten. Nach 14 Minuten stellte Jakub Dranga auf 1:0, zehn Minuten später erhöhte Florian Garin Störinger auf 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Aus Schlüßlberger Sicht war das der Knackpunkt, wie Roland Lindenbauer erklärte: „Der Gegner ist in Führung gegangen, dadurch ist es für uns einfach schwierig geworden.“ Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste spürbar zu und belohnten sich: Kevin Wagner verkürzte in Minute 55 auf 2:1, David Wimmer glich in der 76. zum 2:2 aus. In dieser Phase zeigte sich das Bild, das der Trainer zeichnete: „Das Spiel war großteils ausgeglichen, wir hatten aber bei weitem mehr Spielanteile.“ Krenglbach blieb dennoch stabil und überstand Druckphasen, weshalb am Ende ein Remis stand.

Mehr Ballbesitz, mehr Möglichkeiten – aber Krenglbach stand tief und diszipliniert

Lindenbauer sah seine Elf über weite Strecken als das aktivere Team. „Unser Ballbesitzspiel war gut, wir hatten sicherlich bei weitem mehr Ballbesitz als der Gegner“, sagte der Schlüßlberger Coach. Aus seiner Sicht ergaben sich daraus auch die besseren Möglichkeiten: „Beide Mannschaften hatten Chancen, wir hatten sicherlich mehr – aber die Chancenauswertung war nicht zu hundert Prozent.“ Entscheidend war aus seiner Sicht die robuste Defensive der Heimischen: „In dieser Liga geht vieles über den Kampf. Wenn der Gegner hinten sehr eng steht, wird’s schwierig. Krenglbach hat das gut verteidigt.“ Spät wurde es noch einmal gefährlich, einen Krenglbacher Abschluss konnte Schlüßlberg „gerade noch abwehren“, wie Lindenbauer anmerkte. Deshalb sein Fazit ohne Pathos: „Der Gegner hat gut verteidigt, deshalb ist das Unentschieden okay. Mit unserer Leistung bin ich unterm Strich zufrieden.“

Respekt für Krenglbach, kleiner Schiri-Nadelstich und ein Blick auf die Tabelle

Beim Gegner hob Lindenbauer vor allem die klare Ausrichtung hervor: „Krenglbach ist in Führung gegangen, hat sehr defensiv begonnen und diese Spielweise auch beibehalten – sehr defensiv organisiert, und das haben sie gut gemacht.“ Zur Schiedsrichterleistung blieb er gelassen: „Insgesamt war die Leistung okay.“ Einen Moment sprach er dennoch an: „Ein Spieler von uns war beinahe alleine durch, es gab Freistoß – da hätte man mindestens Gelb geben können.“ Mehr wollte er daraus nicht machen. In der Tabelle hält Schlüßlberg nach 19 Runden bei 28 Punkten auf Rang acht, Krenglbach bei 15 Zählern auf Platz zwölf. Für die Gäste bleibt positiv: Nach 0:2-Rückstand zeigte die Mannschaft Moral und legte nach der Pause zu – darauf lässt sich in den kommenden Wochen aufbauen.

1. Klasse Mitte-West: Krenglbach : Schlüßlberg - 2:2 (2:0)

  • 76
    David Wimmer 2:2
  • 55
    Kevin Wagner 2:1
  • 24
    Florian Garin Störinger 2:0
  • 14
    Jakub Dranga 1:0