In der 1. Klasse Mitte-West trennte sich die Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen in der 20. Runde mit 2:2 von ASKÖ Oberbank Ampflwang. Taiskirchen führte zweimal durch Adam Horog, Ampflwang glich spät aus. Sportchef Sandro Helml sprach von einer ärgerlichen Punkteteilung: „Wir waren über weite Strecken das bessere Team. Das 2:2 ist aus unserer Sicht nicht in Ordnung, weil wir mehr für das Spiel investiert haben.

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Die Anfangsphase lief aus Taiskirchener Sicht zäh, dann griffen die Abläufe besser. „Wir sind eher schleppend ins Spiel gekommen, haben dann relativ bald die Spielkontrolle übernommen“, sagte Sandro Helml. Zwingend wurde es zunächst aber selten: „Wir konnten den Ball gut halten, aber nicht immer zwingende Chancen herausspielen.“ Nach einer halben Stunde belohnte sich der Gastgeber dennoch: Adam Horog stellte in Minute 31 auf 1:0. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten – Valentin Kienast glich nach einem Fehler des Verteidigers in der 36. Minute zum 1:1 aus. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause, obwohl Taiskirchen mehr vom Spiel hatte und das Geschehen weitgehend kontrollierte.
Gleich nach Wiederbeginn legte Taiskirchen wieder vor: Erneut war es Adam Horog, der in der 49. Minute zum 2:1 traf. Helml hob dabei die Vorarbeit hervor: „Beim zweiten Tor muss man die Vorlage von Csaba Sogor betonen – das war mustergültig aufgelegt.“ Danach blieb die Heimelf das aktivere Team, verpasste jedoch die Entscheidung. Ampflwang hielt an seinem Plan fest und wartete auf lange Bälle. Helml: „Der Gegner hat aus einer stabilen Defensive auf Konter mit hohen Bällen auf zwei gute Stürmer gesetzt – das hatten wir so erwartet.“ In der Nachspielzeit kam der späte Dämpfer: Nach einem hohen Ball in den Sechzehner spritzte Emrah Becirevic dazwischen und markierte in Minute 90+3 das 2:2 – „sehr bitter“, wie Helml sagte.
In seiner Analyse blieb der Sportchef klar: „Phasenweise hat der spielerische Aspekt gut funktioniert. Wir konnten den Ball gut in den eigenen Reihen halten.“ Das letzte Drittel ärgerte ihn aber: „Vorne haben wir es nicht konsequent fertiggespielt.“ Auch die Gegentore passten nicht zum Aufwand seiner Mannschaft: „Mit der Kontrolle, die wir hatten, dürfen wir die Treffer so nicht bekommen. So macht man es einem Gegner sehr leicht, aus relativ wenig viel zu machen.“ Unterm Strich stand für Helml die verpasste Chance, den Dreier trocken heimzubringen: „Wenn wir zwei Tore schießen, müssen wir das 2:1 gewinnen – auch wenn es nicht die beste Leistung war.“
Rund um die Zweikämpfe gab es aus Taiskirchener Sicht Gesprächsbedarf. Helml schilderte eine frühe Szene, in der sein Verteidiger im Luftduell im Gesicht getroffen worden sei: „Da wird unser Verteidiger nach circa zehn Minuten mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen, das wurde nicht geahndet.“ Insgesamt bewertete er den Unparteiischen trotzdem sachlich: „Grundsätzlich hat der Schiedsrichter eine solide Leistung gebracht, aber bei diesen Situationen hat er sie anders eingeschätzt als wir.“ In der Tabelle liegt Taiskirchen nach 20 Runden mit 26 Punkten im Mittelfeld, Ampflwang hält bei 16 Zählern. Für die Union gilt es nun, die guten Phasen mit Ball mitzunehmen und im letzten Drittel sowie in der Defensive nachzuschärfen.