In der 1. Klasse Mitte-West setzte sich der SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 auswärts deutlich mit 6:1 beim ASKÖ Oberbank Ampflwang durch. Zur Pause führten die Gäste 2:0, nach dem Seitenwechsel legten sie konsequent nach. Besonders das 3:0 gleich nach der Pause nahm die Spannung aus der Partie, ehe der Sieg in der Schlussphase sogar noch klarer wurde.

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Pichl übernahm von Beginn an das Heft. Wir haben den Ball laufen lassen, schöne Kombinationen gespielt und waren oft im letzten Drittel“, schilderte Levente Kresz. Ampflwang meldete sich in der Anfangsphase zwar offensiv an, doch danach blieben die Gäste das aktivere Team. Der Führungstreffer fiel in Minute 19: Paul Enis Kurt machte das 0:1. Kresz: „Das erste Tor war wichtig, da ist der Knoten aufgegangen.“ Nur wenige Minuten später legte Fatlum Ibrahimi nach und erhöhte in der 25. Minute auf 0:2. Mit dieser verdienten Führung ging es in die Pause, auch weil Pichl das Tempo vorgab und hinten wenig zuließ.
Aus der Kabine kam Pichl mit weiterem Druck. „Wir sind gut aus der Halbzeit gekommen, haben weiter gespielt und Chancen erarbeitet“, so Kresz. In der 51. Minute stellte erneut Fatlum Ibrahimi auf 0:3 – der Moment, den der Trainer klar als Knackpunkt benannte: „Nach dem 3:0 war das Spiel mehr oder weniger entschieden. Da war nur die Frage, wie viele Tore wir noch machen.“ Maximilian Lemberger legte in Minute 72 das 0:4 nach, ehe Paul Enis Kurt nur drei Minuten später auf 0:5 erhöhte. Ampflwang kam durch Amer Ljuca in der 84. Minute noch zum 1:5, doch in der Schlussphase setzte Lemberger mit dem 1:6 in der 88. Minute den Schlusspunkt. Der Ablauf passte zur klaren Kräfteverteilung über weite Strecken.
In seiner Analyse hob Kresz vor allem die Haltung und Geschlossenheit hervor: „Die größte Stärke war heute unsere Einstellung. Wir wollten von Anfang an, haben richtig guten Fußball gespielt und defensiv gut gearbeitet. Von hinten bis vorne eine gute Leistung – mit schönen Toren, guten Einzelaktionen und einem guten Tormann.“ Kritik sparte er sich: „Bei einem 6:1 auswärts braucht man nicht viel kritisieren.“ Zugleich betonte er den Respekt vor dem Gegner: „Wir wussten, dass Ampflwang Qualität hat, vorne Topstürmer und offensiv gute Spieler. Aber wir waren heute eindeutig das bessere Team und verdient der Sieger.“ In der Tabelle hält Pichl nach 21 Runden bei 39 Punkten auf Rang drei, während Ampflwang mit 16 Zählern auf Platz 13 bleibt. Für Pichl ist es ein Ausrufezeichen und Rückenwind für die kommenden Aufgaben – mit dem Gefühl, dass Form und Fokus derzeit stimmen.