In der 1. Klasse Mitte-West unterlag die Union Gaspoltshofen dem SV Fenastra Krenglbach trotz Führung mit 2:3. Nach torloser Pause brachte Lorenz Kumpfmüller die Hausherren voran, ehe die Gäste das Spiel drehten; erst ein spätes Eigentor stellte den Anschluss her. Trainer Lukas Bichl sprach von einem packenden Duell im Abstiegskampf und fasste prägnant zusammen: "Der 1:1-Ausgleich kam in einer Phase, in der wir schon auf der Siegerstraße waren." Am Ende blieb Gaspoltshofen ohne Punkte.

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Gaspoltshofen erwischte den besseren Start, suchte früh die Kontrolle und war die aktivere Mannschaft. Lukas Bichl sah sein Team dabei klar auf Kurs, mahnte aber auch die fehlende Durchschlagskraft an: "Wir sind in den ersten 20 Minuten sehr gut in die Partie gekommen, waren eigentlich die spielbestimmende Mannschaft, aber ohne zwingende Chancen." Nach einer Trinkpause kippte die Partie spürbar. "Wir haben komplett den Faden verloren, bis zur Pause waren wir eher das schwächere Team. Da ist Krenglbach aufgekommen." Passend dazu stand es zur Halbzeit 0:0 (45.). Nach der Pause meldeten sich die Hausherren zurück, fanden wieder in die Abläufe – und belohnten sich: In Minute 65 traf Lorenz Kumpfmüller zum 1:0. Bichl: "Nach der Halbzeit sind wir wieder besser in die Partie gekommen, das 1:0 war verdient."
Die Führung hielt jedoch nur kurz. Bereits drei Minuten später egalisierte Christoph Böhm mit dem 1:1 (68.) – genau jener Moment, den Bichl als Wendepunkt bezeichnete: "Mit diesem Tor hat der Gegner etwas Oberhand bekommen und wir haben es dann leider nicht geschafft, das noch einmal umzudrehen." Krenglbach blieb am Drücker und drehte das Spiel: Daniel Gabrysch stellte in der 81. Minute auf 1:2, Moritz Hötzmanseder legte zwei Minuten später das 1:3 nach (83.). Bichl haderte weniger mit der Moral als mit der Effizienz und der Art der Gegentore: "Uns hat die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt, der letzte Punch. Und wir haben ganz blöde Gegentore bekommen – das erste nach einem Eckball, weil wir den Ball vorher nicht geklärt haben, beim zweiten ein Abstimmungsproblem, dann schießt der Spieler aus 25 Metern ein super Tor."
In der Schlussphase warf Gaspoltshofen alles nach vorne, doch mehr als Ergebniskosmetik sollte nicht mehr gelingen: Ein Eigentor von Daniel Gabrysch in der 90. Minute brachte lediglich das 2:3. "Zum Schluss haben wir noch mal alles versucht, aber sind nicht mehr zurückgekommen", sagte Bichl. Seinen Respekt zollte er einem personell ausgedünnten Gegner: "Krenglbach war sehr ersatzgeschwächt und ist über eine kompakte Mannschaftsleistung gekommen, hat um jeden Ball gekämpft, war sehr gut eingestellt und hat die Chancen sehr gut genützt. Deshalb haben sie den Sieg vielleicht auch verdient. Gratulation an den Gegner. Haben sie gut gemacht." Auch der Rahmen passte – inklusive starker Leitung des Unparteiischen: "Wenn man über den Schiedsrichter in so einer Partie nicht reden muss, ist das das größte Lob. Er hat es sehr gut gemacht, sehr unaufgeregt auf beiden Seiten, keine Fehlentscheidungen." In der Tabelle war es ein echtes Sechs-Punkte-Spiel zwischen dem Elften (Gaspoltshofen/19 Punkte) und dem Zwölften (Krenglbach/18), und Bichl nahm zweierlei mit: "Im spielerischen Sektor haben wir einen kleinen Fortschritt gemacht, aber ohne im letzten Drittel zwingend zu werden."