Ein Auswärtsdreier mit klarer Handschrift: In der 1. Klasse Mitte-West setzte sich der SV Schlüßlberg bei der Union SGS Dorf an der Pram mit 4:1 durch. Nach torloser Pause reichten den Gästen ein starker Start in Hälfte zwei und effiziente Abschlüsse, um die Partie in der 21. Runde früh auf ihre Seite zu ziehen. Trainer Roland Lindenbauer sprach von einer geduldigen Leistung – und einem Schlüssel, der über 90 Minuten verlässlich griff: Präsenz und konsequentes Arbeiten gegen den Ball.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die erste Halbzeit blieb zäh und ausgeglichen, zur Pause stand es 0:0. Roland Lindenbauer ordnete die Anfangsphase klar ein: "Am Anfang hat meine Mannschaft eine Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Körperlich waren wir aber immer präsent. Je länger es gedauert hat, desto besser sind wir reingekommen und desto stärker geworden." Genau dieses Bild bestätigte sich unmittelbar nach Wiederanpfiff. In Minute 47 zog Thomas Schick aus gut zwanzig Metern ab und versenkte den Ball ins lange Eck zum 0:1. "Das 1:0 war ein schönes Tor – ein Weitschuss aus rund zwanzig Metern ins lange Eck, durch Thomas Schick", schilderte der Coach das Führungstor. Nur fünf Minuten später erhöhte Paul Sturm auf 0:2 (52.).
Schlüßlberg blieb auch nach dem Doppelschlag das aktivere Team und nutzte den Rückenwind. "Wir mussten hundert Prozent abrufen und geduldig sein. In der zweiten Halbzeit ist uns das aufgegangen, da waren wir stärker und haben verdient gewonnen", betonte Lindenbauer. Der Plan war klar zu erkennen: "Wir haben den Gegner hoch angepresst, sind so zu unseren Chancen gekommen, die haben wir genutzt. Wir waren einfach präsenter am Spielfeld." In Minute 66 stellte David Wimmer auf 0:3 – die Vorentscheidung. Die Heimischen meldeten sich durch Marcel Deller zwar zum 1:3 zurück (73.), doch in der Nachspielzeit setzte Maximilian Kreuzer den Schlusspunkt zum 1:4 (90+4). Über die gesamte Distanz ließ Schlüßlberg wenig anbrennen und belohnte sich für eine zielstrebige zweite Hälfte.
In der Analyse hob Lindenbauer vor allem den Zusammenhalt hervor: "Jeder ist für den Nächsten da, jeder gibt seine hundert Prozent. In der Qualität müssen wir uns noch verbessern und Abspielfehler vermeiden, aber als gesamte Mannschaftsleistung war es in Ordnung." Dass der Matchplan mit Geduld und hohem Pressing nach der Pause aufging, sah man an den Toren von Schick, Sturm, Wimmer und Kreuzer – Effizienz, die in dieser Phase den Unterschied machte. Auch ein Wort zum Unparteiischen hatte der Trainer parat: "Der Schiedsrichter war sehr gut, es hat keine Probleme gegeben. Eine sehr faire Partie." In der Tabelle steht Schlüßlberg nach 21 Runden bei 32 Punkten auf Rang sechs, Dorf/Pram folgt mit 31 Zählern knapp dahinter. Mit dem klaren 4:1 im Gepäck blickt Schlüßlberg selbstbewusst auf die nächsten Aufgaben und will die gezeigte Präsenz nun Woche für Woche auf den Platz bringen.