Bei drückender Wärme holte sich der 1. Klasse Mitte-West-Dritte SV DSV Road Kallham ein verdientes 2:0 gegen Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen. Nach einer vorsichtigen Anfangsphase stellte Daniel Waslmayr noch vor der Pause auf 1:0, Kapitän Marcel Wolfesberger köpfte nach einer Standardsituation zum Endstand ein. Kallham blieb in der zweiten Hälfte kompakter, nutzte die Bedingungen besser und ließ defensiv kaum etwas zu. Trainer Werner Kaser sprach von einem reifen Auftritt, fand aber trotz des Sieges auch Ansatzpunkte für Feinschliff.

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Die erste halbe Stunde stand im Zeichen der Hitze und eines vorsichtigen Abtastens. Beide Teams kamen zu Möglichkeiten, die klareren Chancen lagen aber bei Kallham. „Bei der Hitze war es ein eher verhaltenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten die besseren und hätten rasch mit ein oder zwei Toren führen können“, sagte Trainer Werner Kaser. In Minute 38 fiel dann der wichtige Treffer: Daniel Waslmayr stellte auf 1:0. Kaser lieferte gleich die Einordnung zur Szene: „Ein hoher Ball wurde unterschätzt, der Tormann kam zögerlich heraus, und Daniel hat ihn überhoben.“ Das Tor gab die nötige Ruhe – mit der 1:0-Führung ging es in die Pause. „Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Bei so heißem Wetter ist eine Führung immer ein Vorteil“, so Kaser.
Aus der Kabine kam Kallham mit noch mehr Kontrolle. „In der zweiten Halbzeit war Kallham physisch und psychisch besser. Taiskirchen hatte keine richtigen zählbaren Chancen“, bilanzierte Kaser. Seine Elf blieb geduldig und schlug in Minute 70 erneut zu: Nach einer Standardsituation segelte die Flanke in den Strafraum, Kapitän Marcel Wolfesberger stieg hoch und köpfte zum 2:0 ein. „Das 2:0 war eine Standardsituation: Flanke und ein Kopfball von unserem Kapitän Marcel Wolfesberger“, erklärte der Coach. Im Anschluss verwalteten die Hausherren das Ergebnis abgeklärt. „Besonders gut war wieder die Einstellung und die Erfüllung der taktischen Vorgaben. Bei der Hitze haben wir ein gutes läuferisches Spiel gezeigt“, sagte Kaser – und forderte zugleich mehr Konsequenz: „In manchen Umschaltsituationen müssen wir es routinierter und cleverer zu Ende spielen. Dann können wir auch höher gewinnen.“
Kaser verteilte trotz des klaren Resultats auch Anerkennung an den Gegner: „Taiskirchen stand sehr gut und hatte ein, zwei sehr starke Einzelspieler mit Tempo und hervorragender Ballbehandlung. Vor allem die Nummer sechs war extrem auffällig.“ Nach der Pause sei die Gangart zwar etwas härter geworden, „das war aber den Temperaturen und dem Spielstand geschuldet“. Ein Sonderlob ging an den Schiedsrichter: „Er hat in der ersten Halbzeit mehr laufen lassen, alles im grünen Bereich. In Hälfte zwei hat er bei den nötigen Vergehen folgerichtig Gelb gezeigt. Das war eine sehr gute Leistung.“ Auf die Frage nach dem Unterschied an diesem Tag meinte Kaser: „Wir waren die kompaktere Mannschaft, defensiv sehr gut, physisch und psychisch stärker. Wir wollten den Sieg mehr.“ Und der Teamgedanke ist für ihn kein Schlagwort: „SV Kallham ist eine Mannschaft. Wir treten immer als Team auf.“ Mit nun 41 Punkten steht Kallham auf Rang drei, Taiskirchen hält bei 29 Zählern auf Platz neun – der Sieg festigt die Position in der Spitzengruppe und gibt Rückenwind für die Schlussrunden.