In der 1. Klasse Mitte-West hat sich Union Gaspoltshofen nach einem schwierigen Winter noch klar gerettet. Trainer Lukas Bichl erinnert dabei auch an das 1:0 gegen Meister TSV Frankenburg, spricht von einem "sehr zufriedenstellenden Frühjahr" und richtet den Blick schon nach vorne. Denn nach dem Abstiegskampf der vergangenen Monate soll diesmal vor allem eines gelingen: ein deutlich besserer Start in die neue Saison.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Lukas Bichl blickt auf ein Frühjahr zurück, das seine Mannschaft aus einer Lage geführt hat, die im Winter alles andere als angenehm war. "Wir waren in einer sehr prekären Lage und sind mit zehn Punkten in den Winter gegangen", sagt der Trainer. Genau deshalb sei klar gewesen, dass Union Gaspoltshofen im Frühjahr laufend anschreiben müsse. Das sei "sehr, sehr gut" gelungen. Bichl erinnert an Überraschungen wie den 1:0-Erfolg gegen Meister TSV Frankenburg, verschweigt aber auch Rückschläge gegen Gegner nicht, die in der Tabelle weiter hinten platziert waren. Unter dem Strich steht für ihn trotzdem ein "sehr zufriedenstellendes Frühjahr", weil der Klassenerhalt schon drei Runden vor Schluss fix war und damit deutlich früher als viele erwartet hatten.
Dass Bichl keinen einzelnen Spieler hervorheben will, passt gut zu seiner Erklärung für den Aufschwung. "Wir haben als gesamte Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht", sagt er und verweist auf die sehr junge Gruppe, die nach seinen Worten sogar die jüngste der Liga war. Gerade das macht seine Einordnung interessant, weil Union Gaspoltshofen im Herbst noch zu kämpfen hatte und dann ausgerechnet in den wichtigsten Wochen geliefert hat. "Im Mai, als die ganzen direkten Duelle gekommen sind, haben wir genau da abgeliefert. Genau das war der Plan", sagt Bichl. Die Resultate der Schlussphase unterstreichen diesen Weg: Auf das 7:2 gegen SK Gallspach folgten ein 1:1 gegen Union Dorf/Pram und ein 2:0 gegen ASKÖ Ampflwang, ehe zum Abschluss noch Niederlagen gegen Union Rottenbach und Neukirchen/V.-Puchkirchen kamen. Am Gesamtbild änderte das für den Trainer nichts mehr. "Da hat jeder einzelne Spieler seinen Beitrag geleistet."
Im Kader tut sich im Sommer trotzdem etwas. Leon Huber verlässt Union Gaspoltshofen und wechselt auf der Sechser-Position zur Union Weibern. Andreas Kastinger, der als Innenverteidiger zuletzt nur noch sporadisch zur Verfügung gestanden war, beendet seine Karriere. Auf der Zugangsseite wird Hüseyin Özer nun fix verpflichtet, nachdem er bereits im Frühjahr leihweise im Kader gestanden war. Er kommt vom SC Schwanenstadt und ist ebenfalls im zentralen Mittelfeld zuhause. Dazu holen die Verantwortlichen mit Erjon Memisi einen Flügelspieler aus der Akademie der Hertha Wels sowie Besijan Krasniqi von St. Marienkirchen/Wallern. Auch rund um die Mannschaft gibt es eine Ergänzung, die Bichl wichtig ist: "Wir werden mit einem eigenen Athletiktrainer in die Sommervorbereitung gehen." Das bestehende Trainerteam bleibt ansonsten ebenso unverändert wie der Funktionärsbereich.
Ein breiterer Kader soll auch dadurch entstehen, dass Paul Klinger, Marvin Lenzeder und Robin Haslinger nach längeren Verletzungspausen wieder ins Training einsteigen. "Damit wird der Kader wieder etwas breiter und ich werde wieder ein bisschen mehr Optionen haben", sagt Bichl. Die Vorbereitung beginnt am Montag, dauert sechs Wochen und bringt jede Woche ein Testspiel. Das Ziel ist klar formuliert: "Wir wollen zum Meisterschaftsstart fit sein und fußballerisch auf einem Niveau, wo wir sofort liefern können." Genau daran hängt für Bichl vieles, weil die Erfahrung aus dem Vorjahr noch präsent ist. "Ein sehr ordentlicher Start in die Saison wird ganz wichtig", betont er. Wenn der Start misslinge, rutsche man schnell in einen Tabellenbereich, aus dem es schwer werde herauszukommen. Gelinge der Auftakt, könne man sich dagegen früh von den hinteren Plätzen absetzen. Dazu kommt aus seiner Sicht eine Liga, die noch enger werden könnte, weil TSV Frankenburg aufgestiegen ist und Neukirchen/V.-Puchkirchen die Gruppe gewechselt hat. Als Mannschaften, mit denen man rechnen müsse, nennt Bichl vor allem SV Pichl 1963, SV Schlüsselberg und Union Rottenbach.