In der 1. Klasse Mitte-West hat Union VTA Rottenbach die Saison auf Rang fünf beendet und blickt laut Sektionsleiter Hannes Huemer insgesamt zufrieden zurück. Ganz ohne Blick nach oben ist der Ton trotzdem nicht, denn ein paar Plätze weiter vorne wären aus Sicht des Vereins möglich gewesen. Große Veränderungen stehen derzeit nicht an: Der Trainerstab bleibt, Neuzugänge gibt es noch keine, und der Kader ist aktuell komplett fit.

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Huemers Rückblick fällt bewusst nüchtern, aber klar positiv aus. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Situation. Der Tabellenplatz ist okay. Wir hätten uns vielleicht noch ein, zwei Plätze weiter vorne gewünscht, aber unser Platz ist okay“, sagt der Sektionsleiter. Diese Einschätzung passt gut zum Verlauf der Saison. Union VTA Rottenbach bewegte sich über weite Strecken im oberen Mittelfeld und klopfte zwischenzeitlich sogar weiter vorne an. Nach 14, 15, 17 und 18 Runden stand die Mannschaft auf Rang drei, danach ging es noch einmal etwas zurück. Am Ende stehen 42 Punkte aus 26 Spielen und damit Platz fünf. Das ist keine Platzierung, die große Unruhe auslöst, aber eben auch eine, bei der man spürt, dass intern noch ein wenig mehr drin gesehen wird.
Ein wichtiger Grund für diese insgesamt zufriedene Einordnung ist die starke Endphase. Aus den letzten fünf Saisonspielen holte Union VTA Rottenbach elf Punkte und blieb dabei ungeschlagen. Auf das torlose 0:0 gegen SV Pichl 1963 folgte ein 2:1 gegen SV Schlüßlberg, danach nahm die Mannschaft beim 1:1 gegen SV Krenglbach erneut Zählbares mit. Zum Abschluss wurde es noch deutlicher: erst ein 3:1 gegen Gaspoltshofen, dann ein klares 7:1 bei Union Dorf/Pram. Diese Serie hat auch in der Tabelle noch einmal etwas bewegt. Nach Runde 21 lag Union VTA Rottenbach auf Rang acht, bis zum Ende arbeitete sich die Mannschaft wieder auf Platz fünf nach vorne. Wer so abschließt, hat gute Argumente für einen positiven Saisonrückblick.
Auch rund um die Mannschaft ist die Lage derzeit auffallend ruhig. Huemer berichtet, dass „alles beim Alten bleibt“, also weder im Trainerstab noch auf Funktionärsebene Änderungen anstehen. Im Kader wird es zwar zwei Abgänge geben, einen Spieler aus dem Mittelfeld und einen aus dem Angriff, Neuzugänge gibt es laut Huemer im Moment aber noch nicht. Das spricht dafür, dass Union VTA Rottenbach die nächste Phase ohne großen Umbau angehen will. Dazu kommt eine für diese Jahreszeit angenehme Personalsituation. „Keine verletzten Spieler, alle fit“, sagt Huemer. Gerade für die Vorbereitung ist das ein Punkt, den viele Vereine gern so vermelden würden. Bei Union VTA Rottenbach kann man damit auf einer stabilen Basis weiterarbeiten.
Viel mehr als eine ruhige Bestandsaufnahme wollte Huemer im Gespräch gar nicht aufmachen. Einen bestimmten Spieler aus den eigenen Reihen stellte er ausdrücklich nicht in den Vordergrund, und auch bei der Konkurrenz wollte er kein Team besonders herausheben. „Da sind alle gleich“, sagte er auf die Frage nach den Vereinen, die ihn in den vergangenen Wochen beeindruckt haben. Genau das passt zur derzeitigen Tonlage bei Union VTA Rottenbach: kein großes Reden, kein künstlicher Wirbel, sondern eine sachliche Einschätzung der eigenen Lage. Der Verein hat eine ordentliche Saison gespielt, die Schlussphase stark abgeschlossen und steht auf einem gefestigten fünften Platz. Gleichzeitig ist klar, dass man sich nicht einfach zurücklehnt. „Verbesserungen wird es sicher geben, dann schauen wir auf das nächste Jahr“, sagt Huemer.