In der 1. Klasse Mitte-West hat sich der SK Blau Weiss Stadl-Paura am Samstagnachmittag dem SV Schlüßlberg mit 1:3 geschlagen geben müssen. Wenige Tage nach der Trennung von Trainer Roland Lindenbauer legten die Gäste mit zwei frühen Treffern den Grundstein, mussten nach dem Anschlusstor aber noch einmal aufpassen, ehe das 1:3 in der Nachspielzeit alles klarmachte. Andreas Jeckl sah den starken Start als Schlüssel und sagte: „Mit dem 1:0 haben wir eine Brust bekommen.“

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie genau so, wie man sie sich vorgestellt hatte. Andreas Jeckl sprach nach dem Schlusspfiff von einem Auftritt, bei dem der Plan von der ersten Minute an gegriffen habe. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, haben von Anfang an sehr gut gepresst. Wir haben einen klaren Matchplan gehabt, der voll aufgegangen ist“, sagte der sportliche Leiter. Auf dem Platz zeigte sich das auch im Ergebnis rasch. In der 14. Minute brachte Florian Winkler Schlüßlberg in Führung. Jeckl beschrieb den Treffer als sauber ausgespielten Angriff von hinten heraus: „Von der linken Seite kam ein Chipball nach vorne und im ersten Kontakt eine Flanke, die Florian Winkler perfekt eingeköpft hat.“ Nur sechs Minuten später legten die Gäste nach, als Semih Bayraktar auf 0:2 stellte. Damit war die Richtung dieser ersten Halbzeit klar vorgegeben, und Schlüßlberg ging mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.
Dass die Partie trotzdem nicht schon früh endgültig entschieden war, lag laut Jeckl auch daran, dass seine Mannschaft den dritten Treffer nicht nachlegen konnte. Genau darin sah er jenen Abschnitt, in dem es für die Gäste noch einmal unangenehm wurde. „Der Gegner hat nie eingesteckt“, stellte er fest. Und er ergänzte: „Auch nach dem 2:0 hätten wir das 3:0 machen können. Dann wäre das Spiel für mich entschieden gewesen.“ Stattdessen blieb der Aufsteiger im Spiel, auch wenn die Gastgeber ab der 60. Minute nach der Roten Karte gegen Martin Kovács nur noch zu zehnt waren. Schlüßlberg brachte die Partie nicht vorzeitig zu Ende, und so kam BW Stadl-Paura in der 78. Minute durch Manuel Todorovic noch einmal auf 1:2 heran. In der Nachspielzeit verschärfte sich die Lage für die Heimelf zusätzlich, weil Michael Zavaczki ebenfalls Rot sah. Den endgültigen Schlusspunkt setzte dann Erik Briedl mit dem 1:3 in der 95. Minute. Jeckl nannte diesen Treffer den „erlösenden 3:1-Treffer“, weil damit aus einer offenen Schlussphase doch noch ein klarer Auswärtssieg wurde.
Für Jeckl war der Erfolg nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern auch für das Selbstvertrauen seiner Mannschaft. Er erinnerte daran, dass der SV Schlüßlberg in den vergangenen Wochen öfter in Rückstand geraten war und diesmal ein anderes Bild abgab. „Es war für unser Selbstbewusstsein sehr wichtig, dass wir das 1:0 erzielt haben. Damit haben wir eine Brust bekommen und haben es spielerisch sehr gut gelöst“, sagte er. Dazu passte auch seine Einschätzung, worin der Unterschied zwischen den beiden Teams lag: „Durch unsere spielerische Klasse und weil wir den Ball gut laufen haben lassen, ist es uns gelungen, das Spiel in eigener Hand zu halten und immer wieder Druck auf den Gegner auszuüben.“ Gleichzeitig hob er den mannschaftlichen Auftritt hervor. „Wir haben zusammen gekämpft, sind füreinander eingestanden und haben uns gegenseitig gepusht.“