In der 1. Klasse Mitte-West hat Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen gegen SV Fenastra Krenglbach mit 5:1 gewonnen und damit laut Sektionsleiter Johann Bachinger genau die Reaktion gezeigt, die nach dem 0:6 der Vorwoche gefragt war. Nach einer offenen Anfangsphase brachte sich Taiskirchen auf Kurs, ließ sich vom Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen und zog vor allem nach dem 3:1 entscheidend davon.

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay
Taiskirchen war von Beginn an präsent, hatte laut Bachinger die richtige Haltung, trotzdem entwickelte sich keine einseitige Anfangsphase. Gerade deshalb hob er die Szene beim Stand von 0:0 besonders hervor. „Der Knackpunkt war sicher die hundertprozentige Chance von Krenglbach bei 0:0. Im Gegenzug haben wir das 1:0 geschossen“, sagte der Sektionsleiter. Peter Hörmandinger brachte die Heimelf in Minute 12 in Führung. Nach 25 Minuten folgte aber der Ausgleich durch Patrick Hüttmayr. „Wir haben dann durch einen Stellungsfehler das 1:1 bekommen“, sagte Bachinger. Noch vor der Pause schlug Taiskirchen zurück, als ein Eigentor von Bernhard Steiner das 2:1 brachte und die Gastgeber mit einer knappen Führung in die Kabine gingen.
Mit dem 2:1 zur Pause war die Partie aus Sicht der Gastgeber noch lange nicht entschieden. Bachinger machte klar, dass Krenglbach trotz Rückstand unangenehm blieb und offensiv immer wieder gefährlich wurde. Umso wichtiger war für ihn das 3:1 durch Michael Berthold in der 60. Minute. „Der Schlüsselpunkt war sicher das 3:1 in der zweiten Halbzeit“, sagte er. Ruhe kehrte damit aber nicht völlig ein. „Beim 2:1 oder 3:1 hat man nie das Gefühl gehabt, der Sieg ist in trockenen Tüchern.“ Weil Krenglbach immer wieder zu Kontern kam, musste auch Taiskirchens Torwart Tobias Jetzinger mehrmals eingreifen. In der Schlussphase machten dann Csaba Sógor in Minute 80 und Adam Horog in Minute 90 aus dem umkämpften Spiel noch einen klaren 5:1-Erfolg.
Der Grundton in Bachingers Analyse war trotzdem eindeutig. Für ihn war es ein Auftritt, bei dem viele Dinge deutlich besser funktionierten als in der Woche davor. „Wir haben von Anfang an eine gute Körpersprache gehabt, gute Entscheidungen getroffen und sehr aggressiv gespielt“, sagte er. Gerade dieses Verhalten habe den Unterschied ausgemacht. Dazu kam, dass sich die Gastgeber nach dem Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen ließen, sondern sofort wieder nachlegten. Bachinger sprach deshalb von einem „kollektiven Mannschaftssieg“ und betonte, dass in seiner Mannschaft grundsätzlich viele Spieler in der Lage seien, Tore zu machen. Nicht einzelne Aktionen, sondern das gemeinsame Auftreten stand für ihn diesmal im Vordergrund.
Trotz des klaren Resultats sparte Bachinger nicht an Respekt für den Gegner. Krenglbach sei „grundsätzlich nicht schlecht“ gewesen und vor allem offensiv immer wieder gefährlich geworden. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Partie fair verlaufen sei und der Schiedsrichter „das Spiel gut im Griff gehabt“ habe. Für Taiskirchen bekommt dieses 5:1 damit noch mehr Gewicht, weil es die gewünschte Antwort auf das 0:6 gegen Pichl war. „Es war ein sehr gutes Spiel von unserer Mannschaft. Das 5:1 haben wir uns auch in dieser Höhe komplett verdient“, sagte Bachinger. Nach acht Runden hält Taiskirchen nun bei zwölf Punkten und hat gezeigt, dass auf den Rückschlag der Vorwoche eine klare Reaktion folgen kann.