In der 1. Klasse Mitte-West hat sich SV DSV Road Kallham am Sonntag in Runde acht gegen den Sportclub Offenhausen mit 3:2 durchgesetzt. Nach der 1:0-Pausenführung wurde es für die Gastgeber nach dem Ausgleich noch einmal eng, am Ende brachten sie den Vorsprung aber ins Ziel. Trainer Rene Weidinger machte vor allem den gehaltenen Elfmeter, das kompakte Verteidigen und die besser genutzten Umschaltmomente als ausschlaggebend aus.

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Der Start gehörte den Kallhamern, und genau diesen Punkt hob Weidinger nach dem Schlusspfiff als erstes hervor. „Wir sind von Anfang an sehr gut ins Spiel gekommen und hatten ein, zwei gute Umschaltsituationen“, sagte der Trainer, dessen Mannschaft schon in der 8. Minute in Führung ging. Julian Buchinger traf zum 1:0 und gab den Gastgebern damit früh das Spiel in die Hand. Ganz ruhig blieb der Nachmittag aber nicht. Weidinger sprach von einer „kurzen Schwächephase“ nach dem Führungstor, in der seine Elf „nicht wirklich Zugriff“ hatte. Offenhausen, das der Kallham-Coach als „sehr aggressiv gegen den Ball“ und „sehr präsent bei Standardsituationen“ beschrieb, kam in dieser Phase auch zu einem Elfmeter. Dass der eigene Tormann diesen Strafstoß hielt, war für Weidinger ein Moment, der seinem Team durch die restliche Partie helfen sollte. Mit dem 1:0 zur Pause hatte Kallham diese schwierige Phase jedenfalls überstanden.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, obwohl Kallham laut seinem Trainer zunächst die Möglichkeiten hatte, nachzulegen. Statt des möglichen 2:0 fiel in der 52. Minute aber der Ausgleich für die Gäste, als Kristian Gavric zum 1:1 traf. Kallham musste also noch einmal neu anfangen, reagierte darauf jedoch so, wie es sich Weidinger vorgestellt hatte. „Wir hatten dann mit zwei, drei guten Chancen das 2:1 am Fuß und konnten das dann erzielen“, sagte er. In der 65. Minute war es Péter Hanzli, der die Gastgeber wieder in Front brachte. Weidinger hob bei diesem Treffer hervor, dass die Aktion „super ausgespielt“ gewesen sei, mit einem guten Umschaltmoment und einer Flanke, die verwertet wurde. Als Hanzli in der 84. Minute auch das 3:1 nachlegte, schien Kallham endgültig auf Kurs. Doch direkt danach verkürzte Offenhausen durch Jonas Stiefmüller in der 85. Minute noch einmal auf 3:2. Laut Weidinger fiel dieser Treffer nach einem Freistoß, ehe sein Team den Vorsprung über die restliche Spielzeit brachte.
Für den Kallhamer Trainer lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Summe der entscheidenden Phasen. „Der Unterschied war, dass wir die Umschaltmomente besser genutzt haben und kompakter verteidigt haben als der Gegner“, sagte Weidinger. Genau darin sah er auch die Linie des Spiels: vorne zielstrebig, wenn sich Räume auftaten, und hinten über weite Strecken geschlossen. Besonders den gehaltenen Elfmeter stellte er noch einmal heraus. „Der gehaltene Elfmeter von unserem Tormann hat uns einen richtigen Schub gegeben, und dadurch hatten wir mehr Energie auf dem Platz“, meinte Weidinger. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht in allen Bereichen. Verbesserungspotenzial sieht er sowohl bei den defensiven als auch bei den offensiven Standardsituationen. Gerade weil Offenhausen bei ruhenden Bällen immer wieder Präsenz zeigte, war dieser Punkt für den Trainer nach dem Schlusspfiff naheliegend.
Unterm Strich stand für Kallham ein Sieg, der genau zu den Aussagen des Trainers passte: früh gut drin, dazwischen eine schwierige Phase, nach dem 1:1 die passende Antwort und am Ende genug Stabilität, um das 3:2 zu verteidigen. Nach acht Runden hält der SV nun bei 13 Punkten und liegt damit auf Rang fünf der Tabelle. Offenhausen bleibt nach dieser knappen Auswärtsniederlage bei sieben Zählern auf Platz elf. Für die Kallhamer war es damit kein glatter Nachmittag, aber einer, aus dem sie laut Weidinger vor allem wegen ihrer Kompaktheit und ihrer gut ausgespielten Umschaltmomente das Maximum herausholten. Genau dieser Mix sorgte dafür, dass die drei Punkte diesmal in Kallham blieben.