In der 1. Klasse Mitte-West hat SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 das Heimspiel gegen Union VTA Rottenbach klar mit 5:0 gewonnen. Trainer Levente Kresz machte nach dem Schlusspfiff vor allem das 1:0 als Wendepunkt aus. Bis dahin war die Partie ausgeglichen, danach bekam Pichl immer mehr Zugriff, spielte aggressiver und zog das Spiel mit fünf Treffern noch deutlich auf seine Seite.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Levente Kresz musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, als er nach dem Knackpunkt gefragt wurde. „Der entscheidende Moment war für mich das 1:0“, sagte der Trainer. Tatsächlich war die Partie davor längst nicht so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt. Kresz sprach von einer ausgeglichenen Anfangsphase in den ersten zwanzig Minuten, in der Rottenbach sogar die große Chance auf die Führung hatte. Dass es beim 0:0 blieb, lag aus seiner Sicht an Torhüter David Schmuckermayr. „Da hat David Schmuckermayr eine Weltklasse-Rettung gezeigt“, sagte Kresz und hob diese Szene ausdrücklich hervor. Erst danach bekam Pichl mehr Ruhe und mehr Sicherheit in das eigene Spiel, ehe die Gastgeber in der 31. Minute zum ersten Mal zuschlugen.
Das Führungstor beschrieb Kresz sehr genau, und genau darin lag für ihn auch die Wende des Abends. Nach einer Flanke von rechts klärte Rottenbach zunächst, doch Pichl setzte sofort nach und ließ die Szene nicht abreißen. Martin Hegedüs gewann den Zweikampf, legte den Ball kurz ab, und Nikolay Borisov machte dann den Rest. „Er hat den Gegenspieler noch ausgespielt und mit links ins Kreuzeck geschossen“, sagte Kresz über das 1:0, das in der 31. Minute fiel. Nur sechs Minuten später legte Pichl nach und verschaffte sich damit schon vor der Pause ein deutlich besseres Polster. In der 37. Minute erhöhte Alex Pal Svedyuk mit einem Freistoß auf 2:0, womit die Gastgeber auch mit einer klaren Führung in die Halbzeit gingen.
Mit der Führung im Rücken gefiel dem Pichler Trainer dann vor allem das Verhalten seiner Mannschaft nach Ballverlusten. „Nach der 1:0-Führung waren wir munterer, aggressiver und sind nach Ballverlusten sofort ins Gegenpressing gegangen“, erklärte Kresz. Dazu kamen aus seiner Sicht mehr Ballbesitz, ein schnelleres Zurückerobern und gute Angriffe über die Seiten. Der Trainer zählte fast die ganze Palette auf, die ihm gefallen hat: „Wir waren aggressiv, laufbereit und spielfreudig. Das hat mir von hinten bis ganz nach vorne gut gefallen.“ Auf der Anzeigetafel war das nach der Pause klar zu sehen. Borisov traf in der 61. Minute zum 3:0, Paul Enis Kurt erhöhte in der 68. Minute auf 4:0, und in der Nachspielzeit stellte Borisov mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den 5:0-Endstand her.
Trotz des deutlichen Ergebnisses sprach Kresz dem Gegner eine ordentliche Leistung in der Anfangsphase nicht ab. „Rottenbach hat gut angefangen, wollte spielen und war immer wieder gefährlich“, sagte er. Erst nach etwa einer halben Stunde habe seine Mannschaft das Spiel wirklich unter Kontrolle gehabt. Entsprechend positiv fiel danach auch sein Gesamturteil aus. „Ich bin voll zufrieden. Ich arbeite gerne mit den Jungs, sie sind hungrig und motiviert“, meinte der Trainer, der an diesem Abend keinen großen Kritikpunkt ausmachen wollte. Ein Lob gab es zusätzlich für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war voll in Ordnung und hat souverän gepfiffen.“ Mit dem klaren Heimsieg bleibt Pichl nach neun Runden mit 23 Punkten an der Spitze, Rottenbach hält nach der Niederlage bei 15 Zählern.