In der 1. Klasse Mitte-West hat sich der SV Schlüßlberg am Samstagnachmittag mit einem 1:1-Unentschieden gegen die Union Gaspoltshofen begnügen müssen. Nach frühem Rückstand durch Simon Jedinger und dem Ausgleich von Sebastian Rathmayr blieb bei den Gastgebern vor allem ein Eindruck hängen: viel Kontrolle, viele Möglichkeiten, aber zu wenig Tore. Neo-Trainer Manuel Muckenhumer sprach nach dem Schlusspfiff deshalb klar von zwei verlorenen Punkten.

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Der Nachmittag begann für Schlüßlberg alles andere als nach Wunsch. Schon in der 4. Minute brachte Simon Jedinger die Gäste mit 1:0 in Führung, und Muckenhumer machte aus seiner Sicht auch die Ursache dafür sofort aus. „Wir gehen nach drei Minuten durch einen Eigenfehler 1:0 in Rückstand“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft musste damit früh einem Rückstand nachlaufen, ließ sich davon laut Muckenhumer aber nicht aus dem Konzept bringen. „Wir haben nicht aufgesteckt“, betonte er. In der 25. Minute fiel dann der Ausgleich, als Sebastian Rathmayr zum 1:1 traf. Der Coach sprach dabei von „einer sehr guten Kombination“. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause, wobei Schlüßlberg nach Ansicht des Trainers schon in dieser Phase mehr aus dem Spiel hätte machen können.
Genau dort setzte Muckenhumer in seiner Analyse an. Für ihn lag der Knackpunkt dieses Spiels nicht im Spiel mit dem Ball, nicht in der Ordnung und auch nicht in der Frage, welche Mannschaft mehr vom Match hatte. „Es hat eigentlich alles sehr gut funktioniert, bis auf den Torabschluss“, sagte er. Schlüßlberg sei „über 90 Minuten sehr dominant“ gewesen und habe „sehr, sehr viele Chancen herausgespielt“. Nur der entscheidende letzte Schritt habe gefehlt. „Wir haben einfach verabsäumt, den Ball ins Tor zu schießen“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Besonders deutlich wurde er mit einem Satz, der seine Sicht auf diese 90 Minuten zusammenfasst: „Ballbesitz schießt keine Tore.“ Muckenhumer sprach sogar davon, dass seine Mannschaft „90 Prozent Ballbesitz“ gehabt habe. Auch nach der Pause habe sich daran aus seiner Sicht nichts geändert, nur der Ertrag blieb eben aus.
Entsprechend klar fiel am Ende auch das Fazit des Trainers aus. „Wir waren über 90 Minuten sehr dominant, klar die bessere Mannschaft und haben uns für den Aufwand nicht belohnen können“, sagte Muckenhumer. Deshalb wertete er das 1:1 nicht als Punktgewinn, sondern als verpassten Sieg. „Wir haben zwei Punkte verloren und die Union Gaspoltshofen hat einen Zähler gewonnen“, meinte er. Auch den Gegner ordnete er deutlich ein. Er habe die Gäste „ein bisschen stärker erwartet“, sagte der Coach, und aus seiner Sicht hätten sie „gar nichts für das Spiel beigetragen“. Ihre Spielanlage beschrieb er so: „Sie haben eigentlich nur Bälle geschlagen, hoch nach vorne.“ Diskussionen über Schiedsrichter Billinger wollte Muckenhumer dagegen ausdrücklich keine führen. So bleibt für den SV Schlüßlberg unter dem Strich ein Remis, das sich nach dem Spielverlauf aus Sicht der Gastgeber eher wie ein Rückschlag anfühlt als wie ein gewonnener Zähler.