In der 1. Klasse Mitte-West hat der SK Blau Weiss Stadl-Paura den Sportclub Offenhausen im Duell zweier Aufsteiger mit 4:0 geschlagen und damit eine klare Reaktion auf zuletzt nicht zufriedenstellende Auftritte gezeigt. Sportchef Albert Hofbauer machte vor allem die Phase vor der Pause zum Schlüssel: Mit dem 1:0 in Minute 33 und dem 2:0 nur eine Minute später habe seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite gezogen und den Grundstein für einen verdienten Heimsieg gelegt.

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Von Beginn an war zu spüren, dass in dieser Partie für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel stand. Hofbauer sprach von fünf bis zehn Minuten, in denen zunächst ein wenig abgetastet wurde. Das hatte für ihn auch mit der Ausgangslage zu tun, weil beide Teams nicht unbelastet in dieses Spiel gegangen waren. Umso wichtiger war aus seiner Sicht dann die Reaktion seiner Mannschaft. "Von der ersten Sekunde an waren wir da, motiviert und angriffslustig", sagte der sportliche Leiter, der bei den Gastgebern eine völlig andere Körpersprache als in den vergangenen Wochen gesehen hatte. Aus dem vorsichtigen Beginn entwickelte sich laut Hofbauer dann "ein richtiger Fight", in dem Stadl-Paura immer besser hineinfand und vor allem kurz vor der Pause den entscheidenden Schlag setzte. In der 33. Minute brachte Mirza Mahmuljin die Heimelf mit 1:0 in Führung, nur eine Minute später legte Florian Kreuzer das 2:0 nach. "Der Knackpunkt waren die zwei schnellen Tore in der ersten Halbzeit", brachte es Hofbauer klar auf den Punkt.
Besonders angetan war Hofbauer von der Art, wie die Treffer zustande kamen. Das 1:0 durch Mahmuljin beschrieb er als Distanzschuss aus rund 20 bis 25 Metern, scharf und platziert, dazu auf dem nassen Boden schwer zu halten. Nur wenig später folgte das 2:0 durch Kreuzer, und auch das war für ihn kein Zufallsprodukt. Hofbauer sprach von einer stark herausgespielten Aktion, an deren Ende Kreuzer ebenfalls aus etwa 25 Metern abzog und den Ball unhaltbar im Eck unterbrachte. Nach dem Seitenwechsel blieb Stadl-Paura am Drücker und sorgte in der 58. Minute für die Vorentscheidung, als Kreuzer seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Wieder war es ein Abschluss aus der Distanz, wieder spielte der nasse Untergrund mit hinein. "Das war eigentlich das Rezept bei dem nassen Boden. Viel schießen aus der Distanz, da kann immer etwas passieren", erklärte Hofbauer. Den Schlusspunkt setzte in der 84. Minute erneut Mahmuljin, der nach einem guten Steilpass vor dem Tor die Ruhe behielt und zum 4:0 einschob.
Mindestens so wichtig wie das Ergebnis war für Hofbauer die Art und Weise, wie seine Mannschaft diesen Sieg herausgespielt hat. Er sprach von einer echten Antwort auf die vergangenen Partien und betonte, dass in der Trainingswoche schon die Grundlage dafür gelegt worden sei. "Wir haben gut trainiert unter der Woche, der Trainer hat die richtigen Worte gefunden und alle haben mitgezogen", sagte er. Auf dem Platz habe man das dann sofort gesehen. Hofbauer hob die Laufbereitschaft, die Zweikampfstärke und die Geschlossenheit hervor. "Heute war von der ersten Sekunde weg Feuer drinnen", sagte er, und er führte das noch genauer aus: "Wir waren aggressiv, giftig, spritzig, zweikampfstark, kopfballstark und hatten auch spielerisch gute Aktionen." Für ihn war es deshalb nicht nur ein Sieg einzelner Torschützen, sondern eine geschlossene Mannschaftsleistung. "Es war eine kollegiale Teamleistung vom Tormann bis zum Stürmer", meinte Hofbauer. Besonders deutlich formulierte er den Unterschied zwischen den Teams mit einem Satz: "Wir waren die Mannschaft, die den Sieg von der ersten Sekunde weg mehr wollte und auch mehr dafür investiert hat."
Dass das 4:0 am Ende so klar ausfiel, lag für Hofbauer nicht daran, dass der Gegner wenig Gegenwehr gezeigt hätte. Im Gegenteil: Er beschrieb den SC Offenhausen als laufstarke und zweikampfstarke Mannschaft, die jedem Gegner über 90 Minuten alles abverlangt. Auch diesmal habe Offenhausen versucht, wieder ins Spiel zurückzukommen. "Sie haben alles versucht, dass sie zurückkommen, aber das hat unsere Mannschaft heute einfach nicht zugelassen", sagte Hofbauer. Genau das wertete er als weiteres starkes Zeichen, weil der SK Blau-Weiß Stadl-Paura nach der Führung nicht nachgelassen, sondern konsequent weitergearbeitet habe. Entsprechend klar fiel auch sein Gesamturteil aus: Der Sieg sei "komplett verdient, auch in der Höhe" gewesen. Zufrieden war Hofbauer außerdem mit der Leitung des Unparteiischen. "Da gibt es absolut nichts zu diskutieren. Schiedsrichter Haliti war top", sagte er. Der Heimsieg soll für Stadl-Paura nun aber nur der Anfang sein. "Genau in dieser Tonart muss es weitergehen", forderte Hofbauer, weil seine Mannschaft nur so in dieser Liga bestehen könne.