1. Klasse Mitte

SPG Neue Heimat Linz/Edelweiß 1b: „Über dem Strich bleiben als Ziel nach Verletzungsmisere“

Mit 11 Punkten und Rang 13 steckt die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b im Abstiegskampf der 1. Klasse Mitte. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist bereits spürbar, die Situation alles andere als komfortabel. Trainer Emin Agovic bleibt dennoch ruhig – und verweist auf die Hintergründe einer schwierigen Hinrunde.
„Wenn man da hinten drinsteht, ist man natürlich nie zufrieden“, sagt Agovic offen. „Aber wir haben im Sommer bewusst einen Schritt gemacht und mehr junge Spieler eingebaut als im letzten Jahr.“

Verletzungen im Offensivbereich wiegen schwer

Ein zentraler Faktor für die magere Punkteausbeute war aus Sicht des Trainers der Ausfall wichtiger Offensivkräfte. „Zwei unserer wichtigsten Offensivspieler waren verletzt. Der eine ist komplett ausgefallen, der andere hat nur drei Spiele gemacht. Das hat uns richtig wehgetan.“ Gerade in einer Phase des Umbruchs, in der man mehrere Führungsspieler abgegeben hatte, fehlte damit auch die notwendige Konstanz. „Wir haben viel auf junge Spieler gesetzt. Da brauchst du eine gewisse Stabilität – und die hat uns gefehlt.“ In einigen Partien habe man Punkte liegen gelassen, weil im letzten Drittel die Durchschlagskraft fehlte. Das schlägt sich nun in der Tabelle nieder.

Hoffnung durch Rückkehrer

Für die Rückrunde setzt Agovic auf die Rückkehr der verletzten Leistungsträger. Einer steht bereits wieder im Mannschaftstraining, der andere befindet sich im Aufbau. „Da sehen wir Potenzial für die Rückrunde. Wenn wir im Offensivbereich wieder mehr Optionen haben, können wir an unsere Stärke aus dem letzten Jahr anknüpfen.“ Das Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen über dem Strich bleiben.“ Eigentlich hatte man sich erneut im gesicherten Mittelfeld gesehen, nun geht es darum, die Liga zu halten.

Im Winter gab es mit Anes Samardzic (Union Oberwang) einen Neuzugang für die Kampfmannschaft. Emir Hamzic wechselte zur Union Neuhofen/Krems. Für Agovic gleicht sich das aus: „Von der Kaderqualität her sind wir aus meiner Sicht konstant geblieben“. Weitere Bewegungen betreffen eher den erweiterten Kader. Entscheidender als Transfers ist für den Trainer ohnehin die personelle Stabilität. „Der Verletzungsteufel reißt uns heuer richtig mit.“

Verletztenliste als Dauerproblem

Nicht nur in der 1b, auch in der OÖ Liga-Mannschaft kämpfen mehrere Spieler mit Blessuren. „Wenn man die Ausfälle beider Teams zusammenzählt, könnte man fast eine komplette Mannschaft daraus basteln“, sagt Agovic. Selbst beide Torhüter waren zuletzt außer Gefecht. Diese Situation relativiert auch die Ergebnisse der Vorbereitung: 2:1 gegen Neumarkt/M., 0:2 gegen St. Marien, 1:6 gegen Blaue Elf Wels und 1:1 gegen die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors. „Die Resultate sind zweitrangig. Der Kader war meist sehr dünn besetzt.“

Ein Trainingslager stand nicht auf dem Programm. Trainiert wurde überwiegend am eigenen Platz, auf Kunstrasen, in der Halle sowie mit Laufeinheiten. Eine Woche konnte man regulär am Rasen arbeiten, ehe der Wintereinbruch erneut für Einschränkungen sorgte. Die Rahmenbedingungen sind also alles andere als ideal. Dennoch bleibt Agovic realistisch: „Wir wissen, was wir können, wenn wir halbwegs komplett sind.“