Der Nachmittag in Wilhering stand im Zeichen eines robusten Duells: Zwischen der SPG Wilhering/Mühlbach und der ASKÖ Blaue Elf Linz entwickelte sich in der 1. Klasse Mitte eine intensive, kampfbetonte Partie – ganz so, wie es Gheorge Cosmin Cibu erwartet hatte. Der Platz erschwerte den geordneten Spielaufbau, beide Teams gingen physisch zur Sache, blieben dabei aber diszipliniert. Aus Sicht der Gäste ergaben sich vor allem in der 1. Halbzeit zwei große Möglichkeiten, die ungenutzt blieben. Eine umstrittene Elfer-Entscheidung sorgte zusätzlich für Emotionen. Am Ende stand es 0:0 – im Mittelpunkt: Einsatz, Widerstandsfähigkeit und die Frage, was in den kommenden Wochen mitzunehmen ist.
„Grundsätzlich war es das erwartete, schwere Spiel. Der Platz hat nicht viele spielerische Lösungen zugelassen. Deshalb wurde es eine sehr kämpferische Partie“, ordnete Cibu die Grunddynamik ein. Gefragt nach der Umsetzung, betonte er die äußeren Bedingungen und ihre Wirkung auf die Idee mit Ball: „Größtenteils schon. Aufgrund der Platzverhältnisse war es nicht möglich, einen geordneten Spielaufbau zu betreiben – das galt für beide Seiten gleichermaßen.“ Den Charakter des Duells fasste er als Duell auf Augenhöhe zusammen: „Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften sehr intensiv miteinander umgegangen sind.“
Die Gäste verzeichneten ihre klarsten Möglichkeiten früh: „Im Laufe der 1. Halbzeit, so nach circa 20 Minuten, haben wir eine Topchance erarbeitet, die wir leider nicht verwerten konnten. Dann hatten wir noch eine zweite sehr gute Möglichkeit, als wir alleine auf den Tormann zuliefen – auch da brachten wir den Ball nicht im Tor unter.“ Standards spielten zunächst kaum eine Rolle – bis zu einer Szene, die für Gesprächsstoff sorgte: „Weder von uns noch von Wilhering/Mühlbach wurden die Ecken beziehungsweise die Standardsituationen ausgenutzt. Nichts Besonderes – bis auf eine Situation in der 1. Halbzeit, als wir einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen bekamen, den wir verwandelten. Der Schiedsrichter hat das Tor dann aber aberkannt, weil vermeintlich ein Spieler von uns zu früh eingelaufen ist, und er gab einen indirekten Freistoß für den Gegner.“
Zur Linie auf dem Feld äußerte sich Cibu deutlich: „Zuerst muss ich anmerken, dass der Schiedsrichter nicht den besten Tag erwischt hat.“ Gleichzeitig hob er die Haltung der Teams hervor: „Ich spreche beiden Mannschaften großen Respekt aus: Die Jungs waren sehr diszipliniert und die Lage ist nicht eskaliert.“ In der Schlussphase wurde es dennoch brisant: In der 86. Minute sah Julius Redl Gelb-Rot. Für die nächsten Aufgaben ist der Fahrplan klar umrissen: „Wir müssen die Intensität weiterhin so hochhalten und unsere Chancen einfach besser nutzen.“ Das Remis bei schwierigen Bedingungen ordnete Cibu damit weniger über das Ergebnis, sondern über Haltung, Stabilität und Lernpunkte ein.