Nach dem Duell zwischen ASK St. Valentin 1b und Union Leonding in der 1. Klasse Mitte ordnet Gerald Trummer, Sportlicher Leiter der Leondinger, die Lage nüchtern ein. Die Partie endete mit einem 3:0, doch der Tenor bleibt zurückhaltend: Er sprach von einem gerechten Endergebnis, aber auch von einem insgesamt nicht guten Auftritt seiner Mannschaft. Nach eigener Wahrnehmung hatte sein Team viel Ballbesitz, ohne daraus konsequent Chancen zu kreieren; der letzte Pass fehlte, zudem waren die Platzverhältnisse schwierig – entsprechend war mehr Kampf als feine Klinge gefragt. Zur Pause stand es 0:0; das erklärte Ziel blieb, drei Punkte gegen das Schlusslicht mitzunehmen. Trummer warnt jedoch davor, den Erfolg zu hoch zu hängen und spricht von einer Pflichtaufgabe, die abgearbeitet wurde.

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„Wir hatten eigentlich nicht zwei, drei Großchancen – der Gegner eine. Wie gesagt: ein gerechter Sieg, aber man soll das nicht zu hoch einschätzen, weil der Gegner am Tabellenende steht. Es war eigentlich ein Pflichtsieg für uns.“ Mit dieser Einordnung gibt Gerald Trummer die Marschrichtung nach dem Auswärtsspiel vor: Zufriedenheit über die Punkte, aber keine Euphorie. Der Blick bleibt auf das Wesentliche gerichtet – die eigenen Ansprüche und die Qualität der Leistung im Verhältnis zum Gegner.
„Ja, wir haben schon 60 bis 70 Prozent Ballbesitz gehabt, aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht. Der letzte Pass ist nie so richtig angekommen. Die Platzverhältnisse waren auch nicht die besten – darum ist dieses Spiel zustande gekommen.“ Trummer bestätigte zudem, dass auf dem schwierigen Geläuf der Kampf im Vordergrund stand. Viel Kontrolle, wenig Durchschlagskraft – ein Auftritt, der das Ergebnis absichert, aber spielerisch Luft nach oben lässt.
Bei ruhenden Bällen sah der Sportliche Leiter differenziert hin: „Im offensiven Bereich haben wir bei Standardsituationen sicher noch Luft nach oben. Defensiv haben wir die Standards eigentlich immer gut geklärt und nichts Großartiges zugelassen.“ Zur Pause war noch alles offen: „Na ja, in der Halbzeit ist es noch 0:0 gestanden. Natürlich sind wir dort hingefahren, um drei Punkte zu holen, und ein Punkt gegen den Tabellenletzten ist eigentlich zu wenig. Daher haben wir in der Pause besprochen, dass wir jetzt mehr tun müssen.“ Der Fokus richtet sich bereits auf die nächste Aufgabe: „Nächste Runde spielen wir gegen den Tabellenzweiten. Die sind in guter Form, aber wir werden schauen, dass wir natürlich das Beste herausholen.“