Spielberichte

Wilhering/Mühlbach rettet 2:2 – Alexander Oppolzer: „Unsere Chancenverwertung muss besser werden“

Neue Heimat/Edelweiss 1b
Wilhering/Mühlbach

Spät gerettet und doch selbstkritisch: Im Aufeinandertreffen von SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b und SPG Wilhering/Mühlbach in der 1. Klasse Mitte zeichnet Alexander Oppolzer das Bild einer intensiven, aber nicht hochklassigen Partie. Seine Elf startet gut, verliert nach dem 0:1 den Faden, ehe ein wuchtiger Endspurt samt strittiger Schlussaktion das 2:2 bringt. Trotz Moral und Comeback stellt der Trainer die mangelnde Effizienz klar in den Mittelpunkt.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Verlauf zwischen Aufbäumen und Rückschlägen

Oppolzer verortet den besseren Start bei seiner Mannschaft, ehe der Rhythmus kippte. Zunächst setzten die Gastgeber die Akzente: Arian Bajraktari traf in der 28. Minute zum 1:0, zur Pause lag Wilhering/Mühlbach 0:1 zurück. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Luka Bakulic in der 47. Minute auf 0:2. Wilhering/Mühlbach brauchte lange, fand dann aber über Tempo, Präsenz und Laufbereitschaft zurück ins Spiel – so der Coach, der am Ende einen wahren Sturmlauf sah. Für den Anschluss sorgte Daniel Knezevic in der 82. Minute zum 2:1, ehe Leo Stelzer in der 85. Minute zum 2:2 den Ausgleich herstellte. Genau dieser späte Punch entsprach Oppolzers Schilderung der letzten Phase: „Wir sind am Ende all in gegangen und haben es in den letzten zehn Minuten noch zum 2:2 gedreht – und eigentlich müssen wir in der letzten Sekunde sogar das 3:2 machen.“ Die letzte Szene blieb haften – auch wegen der vergebenen Riesenchance: „Eine hundertprozentige Möglichkeit am leeren Tor vorbei – das spiegelt leider unsere Saison.“

Intensität, Platzverweis und die strittige Schlussaktion

Über weite Strecken erlebte Oppolzer ein physisches, dabei faires Duell, in dem Zweikämpfe und Umschalten den Ton angaben. Als Wendepunkt hob er eine personelle Szene auf Seiten der Gastgeber hervor: „Nach dem Ausschluss bei der Neuen Heimat haben wir das Spiel komplett bestimmt, sie hinten reindrücken können und so auch die zwei Treffer zum Ausgleich gemacht.“ Trotz des klaren Chancenplus in der Schlussphase blieb der Ertrag aus seiner Sicht hinter den Möglichkeiten zurück. Sein Blick auf die letzte Szene ist eindeutig: „In der Schlussminute hätte der Schiedsrichter aus meiner Sicht auf Elfmeter und Rot für Neue Heimat entscheiden müssen. Es gab nur Freistoß – daraus entstand zwar noch eine hundertprozentige Chance, die wir aber nicht genutzt haben.“ Insgesamt blieb sein Urteil zur Spielleitung zurückhaltend positiv: „Der Schiedsrichter war insgesamt in Ordnung, bis auf die finale Aktion. Es war sehr intensiv, aber nicht hochklassig.“

Selbstkritik und der klare Arbeitsauftrag

Trotz des späten Aufwinds blieb Oppolzer in der Gesamtbewertung hart: „Ich bin nicht zufrieden. Wir hatten uns viel vorgenommen, konnten es lange nicht umsetzen und wirkten gehemmt. Erst mit mehr Risiko kam der Schwung; zum Schluss hat es gepasst – insgesamt aber war die Leistung nicht gut genug.“ Inhaltlich führt für den Trainer kein Weg an der Effizienzfrage vorbei – darin liegt die zentrale Lehre. „Wir kommen in jedem Spiel zu sehr vielen Chancen, doch die Chancenauswertung ist mangelhaft – das weiß die Mannschaft. Wir wollen das Schritt für Schritt verbessern. Irgendwann sollte der Knoten aufgehen.“ 

1. Klasse Mitte: Neue Heimat/Edelweiss 1b : Wilhering/Mühlb. - 2:2 (1:0)

  • 85
    Leo Stelzer 2:2
  • 82
    Daniel Knezevic 2:1
  • 47
    Luka Bakulic 2:0
  • 28
    Arian Bajraktari 1:0