In der 1. Klasse Mitte setzte sich der ATSV VLAD St. Martin/Traun zuhause gegen SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg mit 2:0 durch und führte bereits zur Pause 1:0. Trainer Gerhard Mittermayr sprach von einer kompakten Mannschaftsleistung und Toren zum richtigen Zeitpunkt. Nach der Enttäuschung in der Vorwoche meldeten sich die Trauner mit viel Einsatz zurück – und blieben dank einer stabilen Abwehr ohne Gegentreffer. „Wir waren über neunzig Minuten die bessere Mannschaft und haben uns die drei Punkte verdient“, stellte Mittermayr klar.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
St. Martin legte früh aktiv los. Bereits nach drei Minuten zog Albin Kelmendi aus der Distanz ab, der Ball strich knapp über die Latte – das erste Zeichen, wohin die Reise gehen sollte. Nach gut zwanzig Minuten fiel die verdiente Führung: Nach einer Ecke von Akin Öztürk stand Kapitän Marko Perac am Elfmeterpunkt richtig und netzte in der 23. Minute zum 1:0 ein. „Zur richtigen Zeit die richtigen Tore“, brachte es Gerhard Mittermayr auf den Punkt. Mit dem Vorsprung im Rücken ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn fand Stahl Linz besser ins Spiel, St. Martin hielt mit viel Laufarbeit dagegen. „Sie hatten mehr vom Spiel, wir die kämpferische Note“, so Mittermayr. In Minute 85 lief Elsadat Hasani alleine durch und stellte mit dem 2:0 den Endstand her – „da waren wir natürlich happy“, meinte der Coach.
Der Schlüssel lag für Mittermayr eindeutig im Defensivverbund. „Ich sage meinen Spielern immer: Die Null muss stehen“, erklärte der Trainer und hob die Konsequenz seiner Defensive hervor. „Kompliment an die ganze Viererkette – sehr kompakt, sehr aufmerksam.“ Auch im Zentrum setzten die Hausherren Akzente. „Albin Kelmendi hat sich sehr bemüht und Impulse gesetzt“, betonte Mittermayr und erinnerte an den frühen Weitschuss, der der Partie gleich die Richtung gab. Offensiv war viel Arbeit gefragt. „Wir haben heute nicht unbedingt schönen Fußball gespielt, aber wir haben gekämpft – und das war ausschlaggebend“, resümierte er. Genau in diesen Momenten zahlten sich Standards und Umschaltmomente aus: die Führung nach der Öztürk-Ecke durch Kapitän Perac sowie der späte Sololauf von Hasani, der den verdienten Dreier absicherte.
Auch für den Gegner fand Mittermayr anerkennende Worte. „Stahl Linz ist ein starker Gegner, spielerisch gut, groß gewachsen – wir haben sie heute einfach nicht spielen lassen“, sagte er. „Wir haben taktisch sehr gut gearbeitet, das war der Schlüssel zum Sieg.“ Zufrieden zeigte sich der Coach zudem mit der Leitung des Spiels: „Hut ab, das war in Ordnung – da können beide Mannschaften wenig dagegen sagen.“ Trotz des Sieges sieht er Luft nach oben: „Wir müssen öfter ins Training kommen, mehr Laufarbeit machen und in der Disziplin zulegen. Dann bleibt die Mannschaft kompakt.“
In der Tabelle halten nach 20 Runden sowohl St. Martin als auch Stahl Linz bei 36 Punkten – ein enger Kampf um die Spitzenplätze. „Wir wollen in den letzten sechs Spielen an diese Leistung anknüpfen und vorne dabeibleiben“, blickte Mittermayr voraus.