In der 1. Klasse Mitte trennten sich die SPG Wilhering/Mühlbach und der ATSV VLAD St. Martin/Traun mit 1:1. Es war ein intensives Spiel mit wenigen klaren Chancen, in dem die Gäste in Führung gingen und Wilhering ganz spät zuschlug. Trainer Alexander Oppolzer sprach von viel Einsatz, starken zweiten Bällen und am Ende von einem gerechten Remis. Der Ausgleich in Minute 90+7 setzte den Schlusspunkt, während er zugleich die Moral seiner Mannschaft und die Leistung des Schiedsrichters ausdrücklich lobte.

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Von Beginn an arbeitete Wilhering sauber gegen den Ball, gewann viele zweite Bälle und hatte phasenweise etwas mehr vom Spiel. Alexander Oppolzer beschrieb es so: "Es war ein sehr intensives Spiel auf beiden Seiten, mit wenig Strafraumaktionen. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben viele zweite Bälle gewonnen; der Spielanteil war sicher ein bisschen höher bei uns." Aus dem Nichts war es dann in der 24. Minute, als St. Martin durch Esadat Hasani zum 0:1 traf. "St. Martin konnte durch einen Fehler in der Defensive in Führung gehen, und dann haben wir hinten raus alles riskiert", erklärte der Coach. Zur Pause stand es 0:1. Nach dem Seitenwechsel mühte sich Wilhering weiter, ohne viele zwingende Abschlüsse zu finden. In der 83. Minute sah Leo Stelzer Rot, der Weg wurde noch steiler. Doch in der langen Nachspielzeit schlug Mathias Reiter zu und stellte in Minute 90+7 auf 1:1. Oppolzer meinte ehrlich: "Am Schluss waren wir ein bisschen glücklich mit dem Tor in der Nachspielzeit, aber im Endeffekt ein verdientes Unentschieden."
In seiner Analyse blieb Oppolzer konsequent bei zwei Punkten: starke Haltung, aber zu wenig Durchschlagskraft. "Wir haben die Zweikämpfe angenommen gegen eine sehr robuste Mannschaft und versucht, schnell nach vorne zu spielen", sagte er und fügte selbstkritisch an: "Uns ist abgegangen, mehr Situationen im Strafraum zu kreieren." Auch ruhende Bälle brachten diesmal zu wenig ein: "Bei den Standards waren wir schon gefährlicher; wir hatten wenig zwingende Chancen." Gegen Ende öffnete Wilhering bewusst, zwei Konter der Gäste hätten den Deckel draufmachen können. "Wir haben kurz vor Schluss zwei Konter zugelassen, da waren wir ein bisschen glücklich", räumte er ein. Unterm Strich stellte er dem Unparteiischen ein exzellentes Zeugnis aus: "Der Schiedsrichter war richtig, richtig gut. Die rote Karte gegen uns war wahrscheinlich aus seiner Sicht zu Recht." Seine Mannschaft habe trotz allem nie aufgegeben: "Wir haben tolle Moral bewiesen und uns in der letzten Sekunde belohnt."
Der Punktgewinn gegen einen Aufstiegsaspiranten hat Gewicht. St. Martin hält als Vierter bei 37 Zählern und bleibt dran, während Wilhering mit nun 30 Punkten auf Rang sieben stabil im Mittelfeld unterwegs ist. Dass die Gäste heuer um den Aufstieg mitreden, war Oppolzer bewusst, umso mehr streicht er die Reaktion seiner Truppe heraus. "Wir haben Moral bewiesen. Auf das bauen wir jetzt auf", sagte der Trainer. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: "Am Donnerstag spielen wir das Nachtragsspiel gegen die Blaue Elf, da heißt es gut regenerieren und dem Tabellenführer einen heißen Tanz bieten." Für Wilhering geht es also direkt weiter – mit der Energie eines Last-Minute-Ausgleichs und der klaren Hausaufgabe, im Strafraum wieder gefährlicher zu werden.