In der 1. Klasse Mitte setzte sich der ATSV VLAD St. Martin/Traun beim ASKÖ Luftenberg mit 3:1 durch. Die Gäste legten dank zweier Treffer vor der Pause 2:0 vor, Luftenberg kam noch einmal heran, ehe ein später Treffer den Deckel draufmachte. Trainer Gerhard Mittermayr sprach von einem verdienten Auswärtssieg trotz gleich sieben Ausfällen und hob die starke Abwehrarbeit als Basis hervor. Am Ende gingen die Punkte dank klarer Chancenverwertung und viel Disziplin nach Traun.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Luftenberg hatte in den Anfangsminuten etwas mehr vom Spiel, doch St. Martin/Traun brauchte nicht lange, um sich zu sortieren und Zugriff zu bekommen. In Minute 37 fiel die Führung der Gäste: Daniel Stollnberger stellte auf 0:1, nachdem sich laut Trainer auf der linken Seite der Weg zum Tor geöffnet hatte. „Links hat sich einer durchgetankt, reingespielt und Daniel Stollnberger hat das 0:1 gemacht“, schilderte Gerhard Mittermayr. Kurz vor der Pause legte St. Martin nach – Saikou Colley traf zum 0:2 (45.) und gab seiner Mannschaft genau die Sicherheit, die sie suchte. „Die 2:0-Führung zur Halbzeit war entscheidend“, betonte der Coach. Nach dem Seitenwechsel blieb Luftenberg im Spiel und kam in der 75. Minute durch Hannes Ausserwöger zum 1:2. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorne, doch in der 89. Minute entschied St. Martin/Traun die Partie endgültig: Emircan Gül traf zum 1:3-Endstand – Deckel drauf, drei Punkte im Gepäck.
Für Gerhard Mittermayr war der Schlüssel klar: „Ich muss meiner Mannschaft gratulieren. Wir hatten wieder sieben Ausfälle, und die Burschen haben sich toll verkauft.“ Besonders hob er die Stabilität im eigenen Drittel hervor: „Unsere Abwehr hat hervorragend gespielt. Wir haben die wenigsten Gegentore in der Liga – das spricht für unsere Defensive.“ Seine Grundlinie brachte er auf den Punkt: „Die Null muss stehen, das ist meine Devise.“ Dass es am Ende „nur“ ein Gegentor war, passte in dieses Bild. Zugleich blieb der Coach selbstkritisch: „Trotz der drei Tore haben wir offensiv noch Luft nach oben. Wir kommen zu selten in den Strafraum und sind zu wenig gefährlich.“ Den Unterschied an diesem Abend fasste er so zusammen: „Jeder Einzelne von St. Martin hat den Sieg gewollt. Ein bisschen glückliche Tore gehören dazu im Fußball – und Luftenberg hat offensiv zu wenig zusammengebracht und ist nur durch einen Elfmeter drangekommen.“
Durch den Auswärtssieg steht St. Martin/Traun nach 23 Runden bei 41 Zählern auf Rang drei, Luftenberg hält als Elfter bei 26 Punkten. Auch zur Leitung des Unparteiischen fand Mittermayr klare Worte: „Der Schiedsrichter hat ganz normal gepfiffen, sehr korrekt auf beiden Seiten. Ich glaube, es war keiner unzufrieden.“ Der Blick geht bereits nach vorne: „Wir haben noch drei schwere Spiele. Meister werden wir nicht mehr, aber mein Ziel ist klar: die Top drei“, sagte der Trainer. Wichtig wird für ihn, dass sich die Personalsituation entspannt: „Ich hoffe, dass einige Spieler von Verletzungen oder aus dem Urlaub zurückkommen.“
Und dann ließ Mittermayr noch eine persönliche Nachricht folgen: „Ich werde mich in drei Wochen verabschieden. Der Verein weiß Bescheid. Ich bin in Gmunden daheim und habe einige Angebote – wir werden sehen, wohin der Weg als Trainer führt.“