In der 1. Klasse Mitte lieferte ASKÖ Dionysen/Traun gegen Union Leonding ein wildes 4:3 ab – mit frühem Jubel, schneller Wende und spätem Happy End. Raul Andrei Scarlat traf doppelt vor der Pause, Besir Rushiti entschied die Partie in der Schlussphase mit seinem Doppelpack. Co-Trainer Hüseyin Gül sprach von „viel Herz, viel Laufarbeit“ und lobte sein Team für die Reaktion nach Rückschlägen. „Die drei Punkte waren enorm wichtig“, sagte er – und verwies auf Teamgeist und einen starken Schlussmann.

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Dionysen/Traun startete wie aus der Pistole geschossen: Nach vier Minuten stellte Raul Andrei Scarlat auf 1:0. „Wir sind mit dem 1:0 in Führung gegangen, ganz überraschend. Nach zehn bis fünfzehn Minuten haben wir das Spiel dominiert und hatten das 2:0 in der Hand“, schilderte Co-Trainer Hüseyin Gül. Doch Leonding brauchte nur zwei Minuten, um die Partie zu drehen: Ademir Serdarevic glich in Minute 20 aus, Marko Tanasic legte in der 22. das 1:2 nach. „Aus dem Nichts, wirklich aus dem Nichts – zwei Riesenfehler bei Standards“, ärgerte sich Gül über den kurzen Blackout. Seine Elf schüttelte sich aber und kam über den Kampf zurück. Wieder war Scarlat zur Stelle und traf in der 35. zum 2:2. „Durch unsere kämpferische Leistung haben wir noch vor der Pause ausgeglichen – beide Tore von Raul“, so Gül. Mit diesem Remis ging es in eine offene zweite Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel griff Dionysen/Traun in die Wechselkiste – erstmals in dieser Saison standen laut Gül „vier frische Leute“ bereit. „Wir haben danach gewechselt, die Offensiven waren wirklich sehr bemüht – einer hat mit zwei Toren den Sieg für uns erarbeitet“, erklärte der Co-Trainer. Fakt ist: Besir Rushiti stellte in der 64. Minute auf 3:2, bevor Leondings Toni Mandir in der 73. Minute nochmals zum 3:3 ausglich. Gül blieb ruhig und tauschte erneut: „Wir haben einen Doppeltausch gemacht, danach war das Spiel für uns entschieden. Wir haben nur mehr mit hohen Bällen verteidigt und das hinten gut geklärt.“ Der späte Stich saß dann in Minute 82 erneut durch Rushiti – 4:3. Besonders dieses Tor blieb Gül im Kopf: „Das 4:3 war wunderschön. Genau das habe ich von unserem eingewechselten, schnellen Spieler erwartet – er hat das für uns aufgelegt.“ Sein Fazit zur wilden Schlussphase: „Wir haben glücklich 4:3 gewonnen. In der Schlussphase haben wir noch das 4:3 geschossen.“
In der Analyse rückte Gül vor allem die Basics in den Mittelpunkt. „Erfolg ist der Mannschaft zuzuschreiben. Wir sind jetzt vier Spiele ungeschlagen, drei Siege, ein Unentschieden. Die Kompaktheit passt, die Laufbereitschaft passt und der Teamgeist passt“, sagte er und verteilte Extralob: „Großes Lob an alle Ersatzspieler und an jene, die von Anfang an gespielt haben. Wir sind auf einem guten Weg, eine richtig geile Mannschaft zu werden.“ Herausragend sei auch Schlussmann Yusuf Aydar: „Ich habe einen hervorragenden Tormann hinten – für mich der beste Tormann dieser Liga.“ Den Gegner würdigte Gül ebenso: „Union Leonding ist eine sehr gute Mannschaft. Wir waren vorbereitet, weil sie viele hohe Bälle spielen. Trotzdem bekommen wir zwei dumme Tore.“ Strittig blieb aus seiner Sicht nur wenig: „Bei 3:3 hätte es einen Elfmeter für uns geben können, und einmal wurde Abseits gegeben, obwohl es keines war – insgesamt aber eine sehr gute Partie vom Schiedsrichter.“ Der wichtigste Moment? „Der Abpfiff in der 90. Minute. Die drei Punkte zu Hause waren wirklich wichtig.“ Mit Blick nach vorne bleibt der Co-Trainer bodenständig: „Wenn Teamgeist, Freundschaft und Laufbereitschaft so weitergehen, kommt der Rest von selbst.“