In der 1. Klasse Mitte legte die SPG Wilhering/Mühlbach gegen die SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg eine ordentliche erste Hälfte hin, am Ende stand aber ein klares 0:4. Nach torlosen 45 Minuten entschieden Darius Neamtu mit einem Doppelpack (58., 65.), ein unglückliches Eigentor von Stefan Christian Hinterhölzl (76.) und der späte Treffer von Wahid Ahmadi (85.). Trainer Endrico Schmoll sprach von einem „entscheidenden 1:0 aus der Distanz“ und einer „kontrollierten zweiten Halbzeit“.
Die Partie begann offen, beide Teams hatten ihre Momente. Endrico Schmoll ordnete den Start nüchtern ein: „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. Der Gegner hat gut angefangen. Wir sind von Minute zu Minute besser reingekommen, hatten zwei, drei Chancen und einmal die Latte per Kopf.“ Auch die Bedingungen spielten mit: „Es war extrem heiß, das hat uns in der ersten Hälfte ein bisschen langsam gemacht.“ Nach dem Seitenwechsel drehte seine Mannschaft auf. In Minute 58 fiel das 0:1 – Schmoll nennt es den Knackpunkt: „Entscheidend war das 1:0, ein Weitschuss aus rund 25 Metern. Nach dem ersten Tor waren wir noch gefährlicher.“ Die Führung gab Stahl Linz Ebelsberg spürbar Sicherheit, die Gäste hatten fortan mehr vom Spiel und griffen zielstrebiger an.
Kaum war das 0:1 verdaut, folgte der nächste Stich. In der 65. Minute erhöhte Darius Neamtu auf 0:2 – laut Schmoll „wieder ein Weitschuss, ins Kreuzeck“. Der Doppelpack des Offensivmannes war der klare Wegweiser in Richtung Auswärtssieg. Wilhering/Mühlbach versuchte gegenzuhalten, doch Stahl Linz Ebelsberg blieb das aktivere Team und setzte nach. Das 0:3 fiel in Minute 76 unglücklich aus Sicht der Hausherren: Stefan Christian Hinterhölzl beförderte den Ball nach einem tiefen Pass ins eigene Tor. Spätestens da war die Luft draußen. Die Gäste ließen nicht locker und machten in Minute 85 den Deckel drauf: Wahid Ahmadi traf zum 0:4, zuvor hatten die Linzer bereits einmal die Latte getroffen – „nach dem 1:0 waren wir noch gefährlicher“, wie Schmoll betonte.
In seiner Analyse hob Endrico Schmoll vor allem die Steigerung nach der Pause hervor: „Nach der Pause waren wir viel besser. Wir haben das Spiel kontrolliert, mehr Chancen gehabt und natürlich die vier Tore gemacht.“ Der Plan für Halbzeit zwei war klar formuliert: „Wir sind hergekommen, um zu gewinnen. In der Pause war klar: Wir müssen Gas geben in der zweiten Halbzeit, um das Spiel zu holen.“ Respekt gab es auch für den Gegner: „Der Gegner war extrem motiviert, vor allem am Anfang. Solange es 0:0 stand, waren sie gut im Spiel. Nach dem 1:0 und 2:0 haben sie ein bisschen aufgegeben.“ Diskussionen rund um das Schiedsrichterteam stellte er nicht in den Vordergrund: „Über den Schiedsrichter will ich nicht reden. Das war okay.“ Mit dem Auswärtssieg untermauert Stahl Linz Ebelsberg seine starke Form im Spitzenfeld; die Richtung stimmt, weil der Auftritt nach der Pause klar und zielstrebig war.