In der 1. Klasse Mitte setzte sich die DSG Union Pichling mit 3:1 gegen die ASK St. Valentin 1b durch. Pichlings Alexander Walter schnürte einen Hattrick, für die Gäste traf Thomas Hinterreiter. St. Valentin-Coach Andreas Umhaller sprach von einem verdienten Heimsieg: „Pichling war über neunzig Minuten die bessere Mannschaft, technisch stärker und mit mehr Ballbesitz.“ Seine Elf stand defensiv phasenweise ordentlich, „aber offensiv war zu wenig da“ – am Ende blieb nur der späte Anschluss.
Pichling übernahm von Beginn an die Kontrolle und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Was sich früh abzeichnete, bekam rasch ein Ergebnis: In Minute 22 stellte Alexander Walter auf 1:0. Umhaller ärgerte sich über den Auftakt: „Das 1:0 war ein Eigenfehler von uns. Wir haben am Sechzehner den Ball verloren, dann hatte Pichling die Chance und hat sie genutzt.“ Die Gastgeber blieben am Drücker und wirkten zielstrebiger. Zehn Minuten später legte erneut Walter nach – das 2:0 in der 32. Minute. „Das zweite Tor fiel nach einem Diagonalball über links. Wir sind da schlecht gestanden, der Spieler war allein im Sechzehner und konnte abschließen“, schilderte der Trainer. Mit der 2:0-Führung ging es in die Pause, und die Richtung des Spiels war klar vorgegeben.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Pichling das aktivere Team, während St. Valentin 1b zwar kompakt verteidigte, nach vorn aber lange zu harmlos blieb. Genau in einer Phase, in der die Gäste laut Umhaller „besser im Spiel“ waren, schlug Walter zum dritten Mal zu: In der 69. Minute machte der Angreifer seinen Hattrick perfekt und stellte auf 3:0. „Das war ein blödes drittes Tor für uns“, meinte der Coach nüchtern. Die Gäste gaben jedoch nicht auf und setzten ein Lebenszeichen: Thomas Hinterreiter verkürzte in Minute 77 auf 3:1. „Wir haben geglaubt, dass wir in den letzten zwanzig Minuten noch einmal rankommen oder vielleicht sogar einen Punkt holen“, so Umhaller. Mehr ließ Pichling an diesem Tag aber nicht zu, die drei Zähler blieben verdient in Linz.
In seiner Analyse wurde Andreas Umhaller deutlich. „Unser Spiel in die Spitze hat nicht funktioniert. Die tiefen Läufe der Stürmer haben gefehlt, insgesamt war der Offensivbereich heute nicht wirklich vorhanden. Wir haben die Bälle zu schnell wieder verloren.“ Der Gegner bekam Lob statt Ausreden: „Pichling ist eine starke, eingespielte Truppe. Jeder weiß genau, was er zu tun hat. Sie sind ballsicher und spielen um den Aufstieg. Nach vierzehn Siegen merkt man ihren Lauf – ich würde ihnen den Aufstieg in die Bezirksliga gönnen.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter war sehr gut, es war nichts Bösartiges dabei. Bei der Hitze und auf dem großen Platz war das Spiel etwas gemächlicher, aber ohne strittige Szenen.“ Für St. Valentin 1b bleibt als Auftrag klar, was an diesem Nachmittag gefehlt hat: mehr Tiefgang, mehr Mut nach vorne und die nötige Ruhe am Ball, um die phasenweise ordentliche Defensivarbeit auch in Zählbares umzuwandeln.