Was für ein Schlusspunkt in der 1. Klasse Mitte: Die ASKÖ Sparkasse Eferding/Fraham führte zweimal, doch die SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors drehten in Runde 26 ein 1:2 in ein 3:2. Trainer Nicolas Töltsch sprach von einer „Achterbahn der Gefühle“ und hob vor allem den „unbändigen Willen bis zur letzten Minute“ hervor. Das Siegtor fiel in der 90. Minute – passend zu einem Nachmittag, an dem die Juniors trotz Rückschlägen nie locker ließen und sich für ihren Aufwand belohnten.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Marchtrenk kam schwer ins Spiel, weil Eferding früh Druck machte. „Eferding hat sehr gut gepresst, da waren wir am Anfang ein bisschen überrumpelt“, sagte Töltsch. Nach zehn Minuten schlug das Heimteam zu: Niklas Eder stellte auf 1:0 (10.). Die Juniors hielten dagegen, auch mit Blick auf die Ausgangslage: „Wir wussten: Wenn wir gewinnen, sind wir fix durch.“ Der Ausgleich fiel verdient: Sandro Blaschun traf zum 1:1 (27.). Kurz vor der Pause gerieten die Gäste jedoch erneut in Rückstand: Attila Gyurcsik besorgte nach einem weiten Einwurf das 2:1 (40.). „Das müssen wir besser klären“, haderte Töltsch.
In der Kabine wählte er klare Worte: „In der Pause habe ich gesagt: alles oder nichts, die letzten 45 Minuten der Saison.“ Der Plan ging auf. Marko Andrejevic glich per Freistoß zum 2:2 aus (55.). Und als vieles schon auf ein Remis hindeutete, setzte Mirko Bozic den späten Stich und drehte die Partie in Minute 90 zum 2:3. „Hut ab vor Mirko, mit 16 Jahren macht er das 3:2. Wir waren da schon in Unterzahl wegen Verletzungen und haben trotzdem noch zugeschlagen“, so der stolze Coach.
Für Töltsch war die Erklärung eindeutig. „Ganz klar der Mannschaftswille und die Entschlossenheit, wir haben nie aufgegeben“, betonte er. Zweimal einem Rückstand hinterherzulaufen, ist gerade für eine junge Elf keine Kleinigkeit: „Wenn du zweimal in Rückstand gerätst, steckst du das nicht leicht weg – vor allem mit so einer jungen Mannschaft.“ Umso wichtiger, dass die Gruppe im entscheidenden Moment zupackte und die Standards nutzte: „Das 2:2 fällt aus einem Freistoß.“ Generell wollte der Trainer seine Burschen an diesem Tag nicht bremsen: „Luft nach oben eigentlich gar nicht. Das ist keine Reserve mehr, das ist eine Kampfmannschaft.“ Der Blick auf die letzten Wochen unterstreicht die Entwicklung: „Die letzten drei Spiele, sieben Punkte – das zeigt den unbändigen Willen.“ In der Schlussphase die Nerven zu behalten und noch zuzulegen, war aus seiner Sicht der Unterschied: „Bis zur letzten Minute durchziehen und dann den Sieg holen – Hut ab vor der Mannschaft.“
Auch dem Gegner zollte Töltsch Respekt. „Eferding hat sehr hoch gepresst und ist nicht unverdient in Führung gegangen“, sagte er, zumal die Gastgeber laut seinem Eindruck befreit aufspielen konnten. „Für Eferding ging es um nichts mehr, oft spielt man dann freier. Sie waren in der Rückrunde sehr gut drauf.“ Mit der Leistung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden: „Im Großen und Ganzen hat es beim Schiedsrichter gut gepasst, er hatte das nötige Feingespür und hat die Partie ordentlich geleitet.“
Ein großer Punkt war für ihn die Unterstützung von draußen: „Wir haben heute sicher um die 50 Fans mitgehabt – danke dafür.“ Der Trainer blickt selbstbewusst voraus: „Ich glaube, dass wir nächste Saison eine anständige Saison spielen und eine gute Rolle in der 1. Klasse.“ Nach Runde 26 steht für die Juniors ein einstelliger Tabellenplatz zu Buche – „wir können auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken“, so Töltsch, der den Zusammenhalt und die Entwicklung seiner jungen Truppe besonders hervorhob.