In der 1. Klasse Mitte hat die Union Leonding am Sonntagnachmittag bei der ASKÖ Dionysen/Traun einen deutlichen 4:0-Auswärtssieg eingefahren. Zur Pause stand es bereits 2:0, am Ende legten die Gäste noch zwei Treffer nach. Sportchef Gerald Trummer sprach von einem „ganz verdienten Sieg“, warnte aber zugleich davor, das Ergebnis zu hoch zu hängen, weil er bei seiner Mannschaft „noch sehr viel Luft nach oben“ sieht.

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Aus Sicht der Gäste nahm die Partie sofort die erwartete Richtung. Trummer sagte, seine Mannschaft sei „ab der ersten Minute an dominierend“ gewesen und habe „immer auf ihr Tor gespielt“. Lange musste Leonding trotzdem nicht auf die Führung warten, weil Toni Mandir in der 21. Minute das 1:0 besorgte. Noch vor der Pause wurde der Vorsprung weiter ausgebaut: In der 29. Minute unterlief Dionysen/Traun durch Elmar Lechner ein Eigentor zum 0:2. Damit ging Leonding mit einer klaren Ausgangslage in die Kabine, die genau zu jenem Eindruck passte, den Trummer schon früh im Spiel hatte: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das 1:0 machen.“
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Leondinger Sicht unverändert. Toni Mandir stellte in der 57. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 und nahm dem Spiel damit früh auch den letzten Rest an Spannung. Das 4:0 fiel in der 72. Minute erneut durch ein Eigentor der Gastgeber, diesmal wurde Stefan Djukic als Unglücksrabe geführt. Trummer sprach deshalb von einem „ungefährdeten Sieg“ und betonte, dass der Erfolg sogar noch höher hätte ausfallen können. Gerade diese Mischung aus klarer Überlegenheit auf der Anzeigetafel und einer eher zurückhaltenden Bewertung durch den Sportlichen Leiter machte die Einordnung nach dem Schlusspfiff interessant.
Denn obwohl das Resultat eindeutig war, wollte Trummer den Auftritt seiner Mannschaft nicht schönreden. „Wir haben nicht die beste Partie gespielt, sondern noch sehr viel Luft nach oben“, sagte der Funktionär, der den 4:0-Erfolg zwar als „ganz verdient“ bezeichnete, ihn aber bewusst nicht überhöhen wollte. Auch die Situation des Gegners sprach er an, ohne daraus mehr zu machen, als es für ihn notwendig war. Dionysen/Traun sei „nicht gerade in bestechender Form“ gewesen und habe aktuell seine Probleme. Im selben Atemzug schob Trummer aber nach, worauf es ihm eigentlich ankommt: „Ich will mich da nicht am Gegner orientieren, sondern wir müssen selber auf unsere Stärken schauen und die zutage bringen.“
Genau dort setzte Trummer auch bei seiner Analyse an. Er hob hervor, dass seine Mannschaft „immer zur Stelle gewesen“ sei, wenn es notwendig war, und erinnerte daran, dass man „zuerst einmal 4:0 auswärts gewinnen muss“. Gleichzeitig benannte er offen, wo die Union Leonding noch zulegen muss. „Vor allem im körperlichen Bereich müssen wir noch zulegen, um in dieser Saison wirklich etwas erreichen zu können“, sagte er. Auch zum Rahmen der Partie fand er klare Worte: Es sei ein sehr faires Spiel gewesen, die Leistung von Schiedsrichter Brandner sei „absolut in Ordnung“ und „top“ gewesen. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Runden liegen die Leondinger damit gut im Rennen, doch aus dem Lager der Gäste war nach diesem 4:0 vor allem eines zu hören: „Wir wissen den Sieg einzuordnen.“