In der 1. Klasse Mitte hat der ASK Blaue Elf Wels das Derby gegen die Union Thalheim mit 0:1 verloren. Der Aufsteiger hatte nach Einschätzung von Sektionsleiter Michael Schrempf über weite Strecken genug Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht über die Linie. So reichte den Gästen am Ende der Treffer von Matej Marcinkovic aus der 18. Minute, um drei Punkte aus Wels mitzunehmen.

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Die Partie nahm früh jene Richtung, die sie bis zum Schlusspfiff behalten sollte. In der 18. Minute brachte Matej Marcinkovic den Bezirksliga-Absteiger in Führung, mit genau diesem Spielstand ging es später auch in die Pause. Für die Blaue Elf war das vor allem deshalb bitter, weil Schrempf das Spiel keineswegs als schwachen Auftritt seiner Mannschaft gesehen hat. Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Welser aus seiner Sicht sogar noch größer. „Wir haben in der zweiten Halbzeit auf ein Tor gespielt“, sagte der Sektionsleiter. Am Ergebnis änderte dieser Aufwand aber nichts mehr, weil der Ausgleich trotz vieler Versuche nicht fiel.
Die Erklärung für die Niederlage lieferte Schrempf unmittelbar nach dem Schlusspfiff selbst, und sie fiel sehr eindeutig aus. „Wir haben leider unsere Vielzahl an Chancen nicht genutzt“, sagte er. Später formulierte er es noch schärfer: „Wenn du fünf, sechs hundertprozentige Chancen hast und kein Tor daraus machst, ist es schwierig, dass du ein Spiel gewinnst.“ Gerade dieser Punkt blieb ihm besonders hängen, weil seine Mannschaft laut seiner Einschätzung vor allem nach der Pause genug Möglichkeiten hatte, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Stattdessen blieb Wels ohne Treffer, während auf der Gegenseite ein Mann immer mehr in den Mittelpunkt rückte. „Ganz klar der beste Mann auf dem Platz war der Torwart, Patrick Übleis. Der hat uns leider zur Verzweiflung gebracht“, sagte Schrempf über den Thalheimer Schlussmann.
So groß der Ärger über das 0:1 auch war, die Leistung seiner Mannschaft wollte Schrempf deshalb nicht grundsätzlich schlechtreden. „Die Leistung war bis auf die Chancenverwertung sehr gut“, meinte er, und genau darin lag aus Welser Sicht die bittere Geschichte dieses Derbys. Vieles hat gepasst, nur vor dem Tor fehlte die Belohnung. Dazu kam, dass der Sektionsleiter den Rahmen der Partie ausdrücklich positiv hervorhob. „Die Union Thalheim war sehr fair, es war ein super Derby, eine super Stimmung“, sagte er und schob am Ende noch ein sportliches „Gratuliere Thalheim zum Derbysieg“ nach. In der Tabelle hält Thalheim nach drei Runden damit bei sieben Punkten, die Blaue Elf bleibt vorerst bei vier Zählern. Für die Welser bleibt nach diesem Nachmittag vor allem die Aufgabe, den betriebenen Aufwand in den kommenden Spielen auch wieder in Tore und Punkte umzuwandeln.