In der 1. Klasse Mitte hat SV Franckviertel Linz den SC St. Pantaleon-Erla mit 4:0 besiegt, obwohl es zur Pause noch 0:0 gestanden war. Trainer Murat Aplak sah zunächst eine vorsichtige, ausgeglichene Partie, ehe seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel aufdrehte. Der Schlüssel lag für ihn vor allem in der Defensive, denn Franckviertel ließ wenig zu und wurde vorne mit Fortdauer der Partie immer konsequenter.

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Wer nur auf das klare 4:0 schaut, bekommt laut Aplak nur einen Teil der Geschichte mit. „In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften ein bisschen abgetastet“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Das Spiel schwankte im Tempo, beide Seiten standen defensiv ordentlich, und genau deshalb kam über weite Strecken zunächst kein richtiger Spielfluss zustande. Chancen waren auf beiden Seiten rar, auch Franckviertel musste sich gedulden. Mit dem 0:0 zur Pause war die Ausgangslage daher noch völlig offen. Der Dosenöffner kam dann aber gleich nach dem Wiederbeginn: In der 48. Minute brachte Yordan Todorov Georgiev die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Aplak beschrieb diese Szene als „Super Ball, guter erster Kontakt und dann über den Tormann gelupft“ und hob damit hervor, warum gerade dieses Tor seine Mannschaft auf Kurs gebracht hat.
Mit dem ersten Treffer änderte sich aus Sicht des Franckviertel-Trainers vor allem die Wirkung des eigenen Spiels. Aplak hatte zwar nach eigener Aussage keinen einzelnen Moment, in dem er spürte, dass die Partie kippt, doch er vertraute auf die Stabilität seiner Mannschaft. „Wir stehen wie in den letzten Wochen defensiv gut. Wenn der Nuller steht, werden wir unsere Chancen kriegen, vor allem zu Hause“, sagte er. Genau so entwickelte sich die Begegnung dann auch. Franckviertel blieb ruhig, ließ sich nicht aus der Ordnung bringen und nutzte seine Möglichkeiten deutlich besser als noch vor der Pause. In der 70. Minute erhöhte Yorro Baldeh auf 2:0, in der 83. Minute legte derselbe Spieler das 3:0 nach. Den Schlusspunkt setzte Arnis Veseli in der 87. Minute mit dem 4:0. „Der Sieg war in dieser Höhe in Ordnung“, meinte Aplak, weil seine Mannschaft nach dem 1:0 weitere gute Chancen hatte und der Gegner für ihn insgesamt nur zu wenigen Möglichkeiten kam.
Am meisten Gewicht legte der Trainer nach dem Spiel nicht auf die vier eigenen Tore, sondern auf das erneute Spiel ohne Gegentreffer. „Wichtig war für uns, dass wir wieder zu null gewonnen haben“, betonte Aplak mehrmals. Für ihn ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Entwicklung, die seine Mannschaft seit Wochen zeigt. „Wir machen das gegen den Ball gut, lassen den Gegner kommen, und wenn sich jeder an den Plan hält, gewinnt man solche Partien“, sagte er. Entsprechend zufrieden war er mit der mannschaftlichen Geschlossenheit, ohne dabei alles schönzureden. Verbesserungspotenzial sieht er weiterhin, aber im Vordergrund standen diesmal die drei Punkte und das Gefühl, dass die Gruppe ihren Weg konsequent weitergeht. Aplak sprach auch von einer fairen Partie und gratulierte dem Gegner. Mit Blick auf die nächsten Wochen blieb er seiner Linie treu: „Wir ziehen unser Spiel durch. Wir haben einen Plan.“ Dass dieses Spiel für ihn auch persönlich besonders war, weil auf der anderen Seite ein Trainer stand, unter dem er selbst einmal gespielt hatte, machte den klaren Heimsieg für ihn zusätzlich erfreulich.