Am 6. Spieltag der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Fußballschule Linz gegen ASK Blaue Elf Wels trotz einer 1:0-Führung noch 1:2 verloren. Aus Sicht der Welser war es eine offene Partie, die nach der Pause kippte: Nach dem Rückstand drehte die Blaue Elf das Spiel beim Tabellenführer noch. Für Sektionsleiter Michael Schrempf war vor allem der Kampfgeist ausschlaggebend.
Schrempf beschrieb den Auftritt seiner Mannschaft als von Beginn an ausgeglichen und entschlossen. „Es war von Anfang an eine offene Partie“, sagte der Sektionsleiter, der auch auf das Vorjahr verwies: „Wir waren top motiviert, nachdem wir dort letztes Jahr 0:8 verloren haben. Wir haben alles gegeben.“ Zur Pause stand es noch 0:0, ehe die Partie nach Wiederbeginn schnell Fahrt aufnahm. Kenan Salo brachte die Linzer in der 50. Minute mit 1:0 in Führung, doch die Antwort der Welser ließ nicht lange auf sich warten. Ivan Zeko stellte nur vier Minuten später auf 1:1 und hielt seine Mannschaft damit sofort wieder im Spiel. Noch wichtiger aus Sicht der Gäste war, dass sie sich auch nach dem Rückstand nicht aus dem Rhythmus bringen ließen. In der 78. Minute war es erneut Zeko, der die Wende komplett machte und mit seinem zweiten Treffer den 2:1-Auswärtssieg fixierte.
Für Schrempf lag der entscheidende Punkt nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Reaktion seiner Mannschaft auf die schwierige Lage. „Der wichtigste Moment war unser Kampfgeist“, sagte er. Gerade nach dem 0:1 habe die Blaue Elf jene Seite gezeigt, auf die man im Verein Wert legt. „Wir haben nach dem 1:0-Rückstand mit zehn Mann nicht aufgegeben. Dann haben wir unser wahres Gesicht gezeigt“, so Schrempf. Dazu kam nach seiner Einschätzung ein starker Rückhalt aus der letzten Linie. „Unser Torwart hatte einen überragenden Tag“, sagte der Funktionär und machte damit klar, dass zum Auswärtssieg nicht nur die Effizienz vor dem Tor, sondern auch viel Arbeit gegen den Ball gehörte. Ebenso hob er den inneren Zusammenhalt hervor: „Der Zusammenhalt und der Kampfgeist waren stark. Wir haben uns vorgenommen, heute zu gewinnen.“
Dass der Erfolg ausgerechnet beim Tabellenführer gelang, machte den Nachmittag aus Welser Sicht noch wertvoller. Schrempf sprach dem Gegner dabei den Respekt nicht ab. „Der Gegner war sehr gut und hat alles probiert, aber wir haben die Tore gemacht“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Auch rund um die Spielleitung sah er keinen Anlass für Diskussionen und meinte: „Der Schiedsrichter war sehr gut, für mich fehlerfrei.“ Mit dem 2:1 hält die Blaue Elf nach sechs Runden bei zehn Punkten und bleibt damit voll im Soll. Entsprechend klar fiel auch der Blick nach vorne aus: „Als Aufsteiger sind wir top zufrieden. Jetzt geht’s nächste Woche auf die nächsten drei Punkte.“