In der 1. Klasse Mitte hat die Union Thalheim am Samstagnachmittag die Hürde beim SV Franckviertel Linz mit einem 2:0-Erfolg genommen. Nach einer ersten Hälfte, in der die Gastgeber laut Trainer Ivan Vareskic lange sehr gut verteidigten, brachte Almedin Durmisevic den Bezirksliga-Absteiger in der 15. Minute auf Kurs. Nach dem Seitenwechsel legte Moritz Kammerstätter rasch nach. Für Vareskic war klar: "Das 1:0 hat die Richtung vorgegeben."
Franckviertel hielt die Partie in der Anfangsphase lange offen, weil die Gastgeber nach Einschätzung von Vareskic "defensiv sehr gut aufgestellt" waren und "sehr gut verteidigt" hätten. Thalheim musste also erst einmal geduldig bleiben und sich in dieses Spiel hineinarbeiten. Der erste Treffer fiel dann in der 15. Minute, als Almedin Durmisevic zum 1:0 traf. Vareskic schilderte, dass dem Tor ein Abschluss vorausging, der noch leicht abgefälscht wurde. Genau dieser Moment war für ihn der Punkt, an dem das Spiel zu kippen begann. Auf die Frage, wann er gespürt habe, dass die Partie in die richtige Richtung läuft, antwortete er kurz und eindeutig: "Nach dem 1:0." Bis zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung, doch aus Sicht der Gäste hatte Thalheim danach die Oberhand und kontrollierte die Partie über weite Strecken.
Nach dem Seitenwechsel setzte Thalheim schnell nach und verschaffte sich damit genau die Ausgangslage, die auswärts so wertvoll ist. Moritz Kammerstätter erhöhte in der 52. Minute auf 2:0, und mit diesem Treffer war die Richtung endgültig vorgegeben. Vareskic formulierte das ohne großes Drumherum: Danach sei die Partie "mehr oder weniger schon entschieden" gewesen. Ganz ohne kleine Unsicherheiten lief es aus seiner Sicht zwar nicht ab, denn er sprach auch von einigen Minuten mit Konzentrationsschwächen. Am Gesamteindruck änderte das für ihn aber nichts. Thalheim war nach der Führung das aktivere Team und brachte den Vorsprung sauber über die Zeit. Dass der Trainer von einem "Arbeitssieg" sprach, passte deshalb gut zu diesem Auftritt, der nicht spektakulär, aber effektiv und über weite Strecken sehr kontrolliert war.
Gerade dieser Arbeitssieg war für Vareskic ein Punkt, den er nach dem Schlusspfiff besonders hervorhob. "Die Mannschaft hat miteinander gekämpft, miteinander gearbeitet und sich miteinander belohnt", sagte der Trainer. Darin lag für ihn die größte Stärke seiner Elf an diesem Nachmittag. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass der Weg für die Union Thalheim damit nicht zu Ende ist. Seine Mannschaft wolle "von Woche zu Woche immer besser und besser werden", erklärte Vareskic, und nannte gleich mehrere Felder, auf denen weitergearbeitet werde: beim Pressing, im taktischen Verhalten und im Stellungsspiel, damit alles noch effizienter werde. Auch den Gegner ordnete er sachlich ein. Der SV Franckviertel Linz sei "bemüht" gewesen, insgesamt liege die Qualität aber "mehr bei Thalheim". Mit der Leistung von Schiedsrichter Hinterreither konnte er ebenfalls leben: "Da und dort ein paar Kleinigkeiten, aber nichts Spielentscheidendes." Unter dem Strich nimmt Thalheim damit drei Punkte mit, hält nach neun Runden bei 18 Zählern und bleibt in der Spitzengruppe der Liga.