Spielberichte

„Wir haben die ganze Woche darauf hingearbeitet“ – Franckviertel gewinnt in Asten mit klarem Plan 2:0

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SK Asten
Franckviertel Linz

In der 1. Klasse Mitte hat SV Franckviertel Linz am Samstag mit einem klaren Plan einen 2:0-Auswärtssieg bei SK Kornspitz Asten geholt. Yorro Baldeh kurz vor der Pause und Muhanad Zendaki nach dem Seitenwechsel sorgten für die Tore. Trainer Murat Aplak sah den Schlüssel in der Disziplin seiner Mannschaft: tief stehen, auf Umschaltmomente warten und genau das umsetzen, was unter der Woche einstudiert worden war.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Geduldig geblieben und im richtigen Moment zugeschlagen

Der Auftritt der Gäste war von Beginn an auf Geduld angelegt. Franckviertel stand laut Aplak wieder sehr tief, so wie schon in den vergangenen Wochen, und wollte Asten nicht ins offene Spiel kommen lassen. Der Trainer beschrieb es klar: „Wir sind wieder sehr tief gestanden, wie wir das in den letzten Wochen gemacht haben. Es war ein wichtiges Auswärtsspiel für uns, wir haben auf die Umschaltmomente gewartet und so auch das Führungstor gemacht.“ Ganz ohne heikle Momente ging das vor der Pause aber nicht ab. Aplak gab offen zu, dass man „ein, zwei Chancen zugelassen“ und dabei auch „ein bissl Glück gehabt“ habe. Umso wichtiger war das 1:0 in der 44. Minute durch Yorro Baldeh, das den Linzern genau in jener Phase in die Karten spielte, in der das Spiel noch offen war. Mit der knappen Führung ging Franckviertel in die Pause, nach dem Seitenwechsel legten die Gäste dann zu und brachten die Partie immer besser unter Kontrolle.


Das 2:0 brachte Ruhe, danach wurde sauber zu Ende verteidigt

Der Moment, in dem Aplak die Partie deutlich auf seiner Seite sah, kam mit dem zweiten Treffer. In der 72. Minute erhöhte Muhanad Zendaki auf 2:0, und aus Sicht des Trainers war das die Szene, die dem Spiel die entscheidende Richtung gab. „Beim 2:0 war für uns klar: Wenn wir in den nächsten Minuten kein Anschlusstor bekommen, dann lassen wir da nichts mehr zu“, sagte Aplak. Er schilderte die Entstehung als Freistoß, bei dem der Ball ohne weitere Berührung im Tor landete, und genau dieser Treffer nahm dem Gastgeber viel von der Hoffnung auf eine Wende. Danach arbeitete Franckviertel wieder konsequent gegen den Ball und spielte den Vorsprung laut Aplak „eigentlich super heim“. Der Trainer sah sogar noch Möglichkeiten auf ein drittes Tor, weil Asten in der Schlussphase offener wurde. Die Gäste kamen noch zu ein, zwei Situationen, spielten diese aber nicht sauber genug zu Ende. Das änderte am Eindruck aber nichts mehr: Nach einer ordentlichen zweiten Hälfte war der Auswärtssieg aus Sicht des Trainers verdient.

Tiefer Block, klare Idee und trotzdem noch Arbeit in der Kommunikation

Aplak machte nach dem Spiel vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit für den Erfolg verantwortlich. „Wir haben die Sachen, die wir in den letzten Wochen geübt haben, heute am Spielfeld umgesetzt. Das war ein wichtiger Punkt für mich“, sagte der Franckviertel-Coach. Noch wichtiger war für ihn aber die Haltung seiner Mannschaft: „Jeder wollte zu hundert Prozent. Ich hatte nicht das Gefühl, dass einer ein bissl weniger wollte.“ Dazu kam ein Plan, der gegen Asten bewusst auf deren Stärken und Schwächen zugeschnitten war. Aplak nannte den Gegner technisch stark und offensiv gefährlich, meinte aber auch: „Weil wir so tief gestanden sind, hatten sie nicht so viele Ideen.“ Gleichzeitig habe man gewusst, dass beim Gegner in der Defensive Räume aufgehen können. Genau darauf habe seine Mannschaft die ganze Woche hingearbeitet, mit schnellem Umschalten über die Außen und dem Versuch, die Situationen dann konsequent fertigzuspielen.

Ein Sieg mit Aussagekraft, aber ohne Selbstzufriedenheit

Trotz des 2:0 wollte Aplak den Auftritt nicht als fertiges Gesamtbild verstanden wissen. Verbesserungspotenzial sieht er weiterhin, und zwar ganz konkret. „Gegen den Ball müssen wir die Aktionen fertig spielen, schärfer auf die Positionen kommen und mehr reden“, sagte er. Vor allem die Kommunikation auf dem Platz war ihm ein Anliegen. Der Trainer erklärte, dass er von außen nur bis zu einem gewissen Punkt eingreifen könne und die Mannschaft gerade in lauteren Spielen noch mehr selbst übernehmen müsse. Das passt auch zum gesamten Auftritt in Asten: Franckviertel war kompakt, diszipliniert und klar in seiner Idee, aber eben nicht fehlerfrei. Dass Aplak nach dem Schlusspfiff trotzdem sehr zufrieden wirkte, lag an der Umsetzung des Matchplans und am verdienten Ergebnis. Auch den Unparteiischen bewertete er positiv und sprach von einer guten Spielleitung ohne strittige Szenen. Mit dem Auswärtssieg hält Franckviertel nach zehn Runden bei 15 Punkten und rückt bis auf drei Zähler an Asten heran. Vor allem aber nimmt die Mannschaft das Gefühl mit, dass der eigene Zugang auch in einem wichtigen Auswärtsspiel tragen kann.

1. Klasse Mitte: SK Asten : Franckviertel - 0:2 (0:1)

  • 72
    Muhanad Zendaki 0:2
  • 44
    Yorro Baldeh 0:1