Nach einem intensiven Duell zwischen Union Ried in der Riedmark und Union Bad Zell in der 1. Klasse Nord-Ost ordnete MMag. Matthias Lindtner die Partie klar und selbstkritisch ein. „Ein sehr körperbetontes Spiel mit dem besseren Ende für Bad Zell aufgrund fehlender Effizienz vor dem Tor“, sagte der Coach und zeichnete das Bild zweier unterschiedlicher Halbzeiten: Zunächst dominierten lange Bälle und Physis, nach der Pause ließ seine Elf den Ball bewusster laufen. Ried wehrte sich bis in die Schlussphase – der Anschlusstreffer zum 1:2 in der 86. Minute durch Maxim Bogdan hielt das Spiel bis zuletzt offen. Lindtner betonte die Haltung und den klaren Plan seiner jungen Mannschaft – und die Notwendigkeit, sich für den betriebenen Aufwand endlich zu belohnen.
Nach der Pause sah Lindtner deutliche Fortschritte im eigenen Auftritt. „Wir wollten den Ball gezielt flach halten und unsere spielerischen sowie technischen Fähigkeiten besser ausspielen.“ Dadurch gewann Ried spürbar an Kontrolle: „Da war dann schon ein deutliches Plus bei uns, was den Ballbesitz betrifft.“ Aus dieser Phase entsprangen in seinen Augen mehrere hochwertige Möglichkeiten: „In der zweiten Halbzeit hatten wir drei klare Chancen – zwei müssen wir machen.“ Am Ende fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss. Lindtner forderte: „Besser machen und vor dem Tor ruhiger bleiben.“
Vor allem die Standards von Bad Zell prägten die Partie. Lindtner beschrieb ein wiederkehrendes Schema: „Die Nummer 10 wurde permanent gesucht, zwei weitere Spieler sollten diesen frei blocken.“ Gemeint war Florian Hölzl, der mit seiner Körpergröße in der Luft permanenten Druck erzeugte. Ried tat sich in diesen Duellen schwer. Eine eigene einstudierte Freistoßvariante von Ried brachte zwar einen freien Kopfball, blieb aber wieder ungenutzt – sinnbildlich für einen Abend, an dem „wir zu viele gute Möglichkeiten für ein Tor benötigen“.
Den Rückstand in Hälfte eins erklärte Lindtner ohne Ausreden: „Für mich war es ein klarer Elfer – einfach unnötig, den am Sechzehner-Eck so zu legen, obwohl von dort kaum Gefahr ausging.“ In der 83. Minute musste Ried in Unterzahl weitermachen: Lukas Triebert sah Gelb-Rot. Kurz darauf erhöhte David Holzer in der 84. Minute auf 0:2, ehe Maxim Bogdan in Minute 86 zum 1:2 verkürzte. Trotz eines Mannes weniger blieb Ried aktiv und kam noch zu Möglichkeiten, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Schuldzuweisungen lehnte der Trainer ab: „Da war keine Schiedsrichterleistung schuld. Wir müssen unsere Chancen nutzen.“ Mit Blick nach vorn richtet Lindtner den Fokus auf die nächste Aufgabe – mit einer klaren Erwartung: „Ich bin überzeugt, dass wir durch unseren Matchplan wieder zu unseren Chancen kommen werden, entscheident wird sein ob wir diese auch nutzen können."