Spielberichte

Dominik Grössling (TSU SCRIMO Wartberg / A.): „Super Lösungen gefunden“ – 3:0 über Rainbach

TSU Wartberg/Aist
Union Rainbach i.M.

Nach einem Auftritt, den Dominik Grössling als offen, aber vom tief stehenden Gegner geprägt beschreibt, herrschte bei TSU SCRIMO Wartberg / A. spürbare Zufriedenheit – und konstruktive Selbstkritik. Gegen Union Pflasterbau Stern Rainbach fand seine Mannschaft „super Lösungen“ gegen den kompakten Block und gewann verdient mit 3:0 – auch, weil die Standards griffen. In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich so das Gefühl durch, die eigene Spielidee kontrolliert auf den Platz gebracht zu haben, auch wenn Rainbach in Phasen besser aufkam. Der Heimsieg wurde gelöst gefeiert, der Blick richtete sich dennoch sofort nach vorn.

Schiedsrichter blickt auf die Uhr

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Tief stehen, offen spielen: Wartberg findet Antworten

Grösslings Charakterisierung der 90 Minuten legt den Schwerpunkt klar auf Spielkontrolle gegen tiefe Zonen: „Es war eine offene Partie, weil der Gegner sehr tief stand und sich wenig am Spiel beteiligte – dadurch war es für uns schwierig, uns durchzukombinieren.“ Seine Elf habe mehr Spielanteile gehabt, genaue Ballbesitzzahlen könne er aber nicht nennen. Inhaltlich dominierte das Bemühen, zwischen den Linien Lösungen zu finden und im letzten Drittel Tempo aufzubauen. Weil Rainbach lange kompakt im eigenen Drittel verteidigte, entwickelte sich phasenweise eine Geduldpartie. Wartberg fand dennoch wiederholt Wege in die gefährlichen Räume – über sauberen ersten Kontakt und gut getimte Läufe. Aufreger blieben aus, die Atmosphäre wirkte konzentriert; Plan und Ausführung deckten sich auf der Heimseite weitgehend, auch wenn nicht jeder Vorstoß konsequent zu Ende gespielt wurde.

Wendepunkte und Wirkung der Standards

Ein frühes Signal setzte die Führung: In der 27. Minute stellte Maximilian Wögerer auf 1:0 – ein „super herausgespieltes“ Tor. Wartberg trug diesen Vorsprung stabil in die Pause, weil auch die Staffelungen hinter dem Ball passten. Noch vor der Pause hätte man auf 2:0 erhöhen können: Um die 40 Minute scheiterte der Kapitän frei vor dem Tor – in der 2. Halbzeit stand kurz die Effizienzfrage im Raum. Die Antwort folgte über ruhende Bälle, die an diesem Tag den Unterschied vergrößerten: Alexander Lindmeir erhöhte in der 69. Minute auf 2:0, ehe Harald Fragner in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 3:0 setzte. Damit deckt sich der Eindruck des Trainerteams mit den entscheidenden Szenen: das erste Tor aus dem Spiel heraus, die beiden späteren Treffer nach Standards. Laufwege, Timing und Wucht stimmten, und die Restverteidigung war so organisiert, dass Rainbach kaum Umschalträume vorfand.

Impuls von der Bank, kurzes Wackeln und der Blick voraus

Individuelle Akzente hob Grössling nach einer Umstellung hervor: „Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Oliver Greindl ist Christian Stefan sehr gut ins Spiel gekommen – diese Leistung möchte ich besonders hervorheben.“ Der Impuls stärkte die Kontrolle in Engräumen und verlieh der rechten Seite zusätzliche Präsenz. Zugleich verschwieg der Trainer die kurze Schwächephase nicht: In der zweiten Halbzeit verlor Wartberg zwischenzeitlich etwas den Faden, Rainbach kam besser auf – am Ende stand dennoch ein verdienter 3:0-Erfolg, zu dem Grössling seiner Mannschaft ausdrücklich gratulierte. Für die nächste Aufgabe formulierte er einen klaren Trainingsfokus: Gegen einen starken Gegner aus Lasberg wolle man spezifische Situationen einstudieren, sich aber „großteils auf das eigene Spiel konzentrieren“. 

1. Klasse Nord-Ost: Wartberg/Aist : Union Rainbach i.M. - 3:0 (1:0)

  • 87
    Harald Fragner 3:0
  • 69
    Alexander Lindmeir 2:0
  • 27
    Maximilian Wögerer 1:0