Im Duell der 1. Klasse Nord-Ost zwischen Union Pflasterbau Stern Rainbach und ASKÖ Mauthausen ordnete Szabolcs Szegletes die Partie als hart umkämpftes „Sechs-Punkte-Spiel“ ein. Der Coach sprach von frühem Druck der Gastgeber, viel Spannung auf und neben dem Platz und einem verdienten 2:0 aus seiner Sicht – getragen von Zweikampfstärke, Disziplin und einem jungen Doppeltorschützen, der dem Abend eine klare Richtung gab.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Szegletes erlebte eine hektische Anfangsphase, in der Rainbach „relativ viel Druck“ machte. Seine Mannschaft hielt jedoch dagegen: „Wir haben das überstanden und sind über Zweikämpfe und mehr Wille ins Spiel gekommen.“ Mit zunehmender Stabilität arbeiteten sich die Gäste nach vorn, setzten immer wieder Nadelstiche und gewannen die meisten Duelle. In diese Phase fiel die wegweisende Führung, die laut Szegletes den Gegner ins Wanken brachte: „Wir haben das erste Tor gemacht, und da, glaube ich, haben wir den Gegner ein bisschen gebrochen.“ Den Unterschied machte am Ende ein Youngster aus: Noah Jöbstl traf in der 28. Minute zum 1:0 und legte in der 65. Minute das 2:0 nach – ein Doppelpack, der den Kurs der Partie nachhaltig bestimmte. Nach der frühen Drangperiode der Hausherren verlagerten sich die Spielanteile; Mauthausen blieb konsequent, ließ wenig zu und brachte den Auswärtssieg abgeklärt über die Zeit. „Wir haben das Spiel eigentlich verdient gewonnen“, so der Trainer.
In der Analyse hob Szegletes die Bedeutung der ruhenden Bälle hervor. Rainbach sei „eine kopfballstarke Mannschaft“, seitliche Freistöße und Standardsituationen hätten Gefahr ausgestrahlt. Gleichzeitig blieben seine Spieler bei Ecken und Flanken aufmerksam und zielstrebig. Das Fazit fiel entsprechend defensivorientiert aus: „Wir haben heute wirklich gut verteidigt.“ Diskussionsstoff bot eine Aktion weit außerhalb des Strafraums: In einem Laufduell lief ein Mauthausener Angreifer Richtung Tor, hob den Ball über den Keeper – und wurde gelegt. Szegletes ordnete die Szene so ein: „Das war außerhalb des Sechzehners, und ich glaube, das wäre eigentlich eine rote Karte gewesen für den Tormann.“ Die Entscheidung blieb jedoch milde: „Der Schiedsrichter hat keine Karte gegeben. Auch recht, es passt. Wir haben das akzeptiert.“ Insgesamt verteilte der Trainer deutliche Anerkennung: „Ich muss ehrlich sagen, die Schiedsrichterleistung war heute wirklich sehr gut. Hut ab.“
Die emotionale Dichte dieses Abends war für den Coach unübersehbar: „Die Spannung war sehr groß, muss man ehrlich zugeben.“ Auch die sportliche Tragweite brachte er auf den Punkt: „Es war eigentlich ein Sechs-Punkte-Spiel für beide Teams.“ Individuell stach der Doppeltorschütze heraus, den Szegletes ausdrücklich würdigte: „Es freut mich besonders für ihn, dass er heute zwei Tore gemacht hat.“ Für die anstehenden Wochen ist die Marschroute klar: „Wir müssen schauen, dass unsere Defensive gut steht und das Zweikampfverhältnis so wie heute funktioniert.“ Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Aufgabe: „Nächste Woche geht’s nach Baumgartenberg – eine sehr willige, sehr junge und sehr zweikampfstarke Mannschaft. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und dann schauen, wer die bessere Mannschaft ist.“