In der 1. Klasse Nord-Ost feierte die TSU SCRIMO Wartberg / A. einen 2:0-Auswärtssieg bei der Union Autohaus Aumayr Schönau. Die Gäste legten früh vor und machten noch vor der Pause alles klar. Trainer Dominik Grössling sprach von einem hart, aber fair geführten Spiel mit vielen Zweikämpfen und hob vor allem die Konsequenz seines Teams hervor: "Wir hatten den Willen, das zu holen – und das hat heute den Ausschlag gegeben."

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Wartberg erwischte einen Start nach Maß: In der neunten Minute stellte Benedikt Brunner auf 0:1, damit war die Richtung vorgegeben. Grössling beschrieb die Szene so: "Es war ein langer Ball, den der Verteidiger von Schönau falsch eingeschätzt hat. Benedikt war vier, fünf Meter dahinter, hat das Laufduell gewonnen, sich im Zweikampf durchgesetzt und schön abgeschlossen." Für ihn war das der Knackpunkt: "Wir haben uns vorgenommen, unsere Zweikampfstärke in den Mittelpunkt zu stellen. Die Spielfähigkeiten sind nicht so aufgegangen, aber der Wille – deswegen hebe ich Benedikt Brunner hervor, das 1:0 war der Dosenöffner." Laut offizieller Erfassung steht Benedikt Brunner als Torschütze zum 0:1.
Nach dem frühen Führungstreffer blieb Wartberg am Drücker und legte in Minute 29 nach – Maximilian Wögerer versenkte einen ruhenden Ball zum 0:2. "Der Freistoß ist direkt in den Winkel gegangen. Das war ein super Tor und spiegelt unsere Stärke bei Standards wider", freute sich Grössling. Insgesamt sah er sein Team in den Schlüsselfeldern vorne: "Es war ein Spiel mit vielen hohen Bällen. Entscheidend war, dass wir den ersten oder zweiten Ball oft gewonnen haben. Wir waren ein bisschen giftiger als der Gegner." Zur Pause stand es 0:2, und der Co-Trainer meinte rückblickend sogar: "Wir hatten sehr viele Chancen, nicht nur das 2:0 zu machen, sondern auch das 3:0 oder 4:0."
Auch über den Gegner hatte Grössling klare Worte – und Respekt: "Schönau probiert zu Hause viel über ihre drei richtig guten Spieler wie Schönbauer und Himmelbauer sowie Gaisrucker." Genau dort packte Wartberg an: "Wir haben das immer wieder sehr gut wegverteidigt und waren in den Zweikämpfen. So konnten wir ihre Offensive gut einschränken." Die Partie selbst beschrieb er als "fair, aber hart geführt" – typische Kost auf dem engen Platz in Schönau.
Am Ende stand ein verdienter 2:0-Auswärtssieg, der Wartberg im Spitzenfeld hält. Laut aktuellem Klassement hält Schönau nach 19 Runden bei 38 Punkten, Wartberg bei 35 – ein Dreier, der den Anschluss nach oben wahrt. Grössling ordnete den Erfolg ein: "Wir wussten, dass Schönau sehr heimstark ist. Ich glaube, das ist ihre erste Heimniederlage seit eineinhalb Jahren. Wir haben den Zweikampf voll angenommen – die Willensstärke hat den Unterschied gemacht." Für die kommenden Wochen gibt’s trotzdem Arbeitspunkte: "Die Spielfähigkeiten sind heute nicht so aufgegangen, wie wir uns das erhofft haben. Daran werden wir weiter feilen – und unsere Standardstärke behalten."