In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich die Union Ried in der Riedmark bei der Union Autohaus Aumayr Schönau mit 3:1 durch. Ried legte früh ein 2:0 vor, Schönau verkürzte noch vor der Pause, die endgültige Entscheidung fiel spät. Trainer Matthias Lindtner sprach von einem reifen Auswärtsauftritt und hob den starken Beginn sowie viele liegen gelassene Chancen hervor: „Das 3:1 war am Ende die Entscheidung.“

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Ried kam mit breiter Brust nach dem jüngsten Sieg gegen Rainbach und setzte den Matchplan sofort um. „Wir wollten zu Beginn das Spiel unter Kontrolle bringen. Das ist uns mit zwei schnellen Toren gelungen“, erklärte Matthias Lindtner. Nach 14 Minuten traf Moritz Aberl zum 0:1, nur drei Minuten später legte Maxim Bogdan das 0:2 (17.) nach – der perfekte Start für die Gäste. Dann aber kippte die Dynamik ein Stück weit. Schönau, laut Lindtner „sehr ersatzgeschwächt“, blieb über hohe Bälle gefährlich. „Nach dem Anschlusstreffer haben wir kurz den Faden verloren und uns vom Gegner mit hohen Bällen anstecken lassen“, so der Coach. Stefan Scheuchenpflug verkürzte in Minute 38 auf 1:2; Lindtner sprach davon, dass sein Team danach kurz aus der Bahn geraten sei. Mit dem 1:2 ging es schließlich in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste wieder zielstrebiger aus der Kabine. „In der Halbzeit haben wir uns wieder fokussiert“, sagte Lindtner, „wir wollten den Ball am Boden lassen und mit zwei Kontakten spielen.“ Das funktionierte, Ried erarbeitete sich Chance um Chance – nur das 3:1 ließ auf sich warten. „Wir hatten sehr viele Möglichkeiten, aber der Tormann von Schönau hat wirklich stark gehalten“, lobte der Trainer den gegnerischen Schlussmann. Ried blieb geduldig, hielt das Spiel unter Kontrolle und suchte weiter den entscheidenden Treffer. Erst in der Schlussphase fiel die Erlösung: In der 87. Minute stellte Clemens Wahl auf 1:3 und sorgte für klare Verhältnisse. „Beim 3:1 war mir klar: Das verlieren wir nicht mehr“, meinte Lindtner, der die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause ausdrücklich positiv bewertete.
Gefragt nach der größten Stärke seines Teams, wurde Lindtner deutlich: „Unsere größte Stärke war der absolute Wille in den ersten 25 Minuten. Wir haben die Zweikämpfe angenommen und Leidenschaft auf den Platz gebracht.“ Das sah man gerade in der Phase des Doppelschlags, aber auch danach, als Ried wieder Ruhe in die Partie brachte und Schönau weniger Räume ließ. Zum Gegner sagte Lindtner: „Schönau war sehr ersatzgeschwächt, das muss man fair sagen. Sie haben viel mit hohen Bällen gearbeitet und sind oft durchs Zentrum gekommen. In der zweiten Hälfte hatten wir es besser im Griff.“ Eine strittige Szene hakte er sportlich ab: „Es gab ein Handspiel im Strafraum, das der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Er hat sich entschuldigt, aber daran ist es nicht gescheitert. Der junge Schiedsrichter hat insgesamt eine passable Partie gemacht.“ Mit zwei Siegen am Stück wächst das Selbstvertrauen – dennoch bleibt die To-do-Liste klar. „Jeder Punkt, jeder Sieg, jedes Tor zählt. Wir haben eine breite Brust, aber bei der Chancenverwertung haben wir noch Luft nach oben. Wir gehen den Abstiegskampf an und werden von Spiel zu Spiel alles reinwerfen“, so Lindtner.