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„Wir sind hingefallen, aber wichtig ist, dass wir wieder aufstehen“ – Schweinbach richtet den Blick nach vorne

Union Schweinbach

Nach dem verpassten Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord will die Sportunion Schweinbach den Schwung aus einem starken Frühjahr mitnehmen. Trainer Wolfgang Klapf spricht von einer klar positiven Entwicklung, hält am bestehenden Kader fest und sieht trotz des bitteren Endes genug Gründe, mit Zuversicht in die neue Saison zu gehen. Vor allem die Defensive macht ihm Mut, dazu kommen klare Schwerpunkte für die Vorbereitung.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Der Endspurt machte Mut, kam aber nicht mehr rechtzeitig

Wolfgang Klapf blickt auf die vergangenen Monate nicht mit Resignation zurück, sondern vor allem mit dem Gefühl, dass seine Mannschaft im Frühjahr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat. „Wir haben uns von der ersten Runde im Frühjahr stetig weiterentwickelt“, sagt der Trainer, und diese Einschätzung stützt er auch mit den Ergebnissen in der Schlussphase. Aus den letzten fünf Runden holte Sportunion Schweinbach 13 Punkte, was für Klapf ein klarer Hinweis darauf ist, dass die Richtung gestimmt hat. Gerade deshalb schwingt in seiner Bilanz auch ein wenig Bedauern mit. „Wenn die Meisterschaft noch ein oder zwei Runden gegangen wäre, hätten wir über den regulären Weg die Klasse gehalten“, sagt er. Genau dieser Satz zeigt gut, wie Klapf die Saisonhälfte einordnet: Die Mannschaft kam ins Laufen, fand Stabilität und Punkte, nur eben zu spät, um sich dafür noch mit dem Klassenerhalt zu belohnen. Dass der Klassenerhalt am Ende nicht geschafft wurde, spricht er offen an, ohne dabei den Blick nach hinten zu verlieren.

Die Defensive trug das Frühjahr, Haslmaier und Bodingbauer fielen auf

Wenn Klapf über die Fortschritte seiner Mannschaft spricht, landet er schnell bei der Arbeit gegen den Ball. „Die Defensive hat bei uns im Frühjahr sehr gut funktioniert“, betont er, und aus seiner Sicht war genau das die Grundlage für die besseren Ergebnisse in den letzten Wochen der Saison. Besonders deutlich wird er, wenn er auf die Zahlen schaut: „Wir waren die zweitbeste Defensive. Darüber hinaus haben wir in der Frühlingstabelle den 6. Platz erreicht." Das ist für einen Trainer in einer schwierigen Saison kein Nebenaspekt, sondern ein klares Argument dafür, dass sich im Team etwas entwickelt hat. Klapf hebt dabei auch einzelne Spieler hervor, die für diese Stabilität wichtig waren. Andreas Haslmaier habe im Zentrum des defensiven Mittelfelds „sehr stabile Leistungen“ geboten, Gregor Bodingbauer habe „in der Offensive und in der Defensive sehr, sehr gut agiert“. Dazu verweist der Trainer ausdrücklich auf das gute Zusammenspiel des gesamten Defensivverbunds mit dem Tormann. Seine Aussagen zeigen, dass Sportunion Schweinbach die Basis für die neue Saison weniger in großen Umbrüchen sieht, sondern vielmehr in einer Achse, die sich bereits bewährt hat.

Der Kader bleibt zusammen, im Trainerteam wird intern nachgeschärft

Große personelle Veränderungen wird es in Schweinbach vorerst nicht geben. „Kein Spieler hat den Verein verlassen“ und „Wir gehen mit dem bestehenden Kader in die neue Saison“, sagt Klapf gleich mehrfach und macht damit klar, dass der Verein auf Kontinuität setzt. Auch bei den Neuzugängen bleibt es ruhig, denn „Wir haben auch keinen Neuzugang geholt“. Die Verantwortlichen vertrauen also auf die Gruppe, die sich im Frühjahr gesteigert hat. Ganz ohne Anpassungen bleibt es aber nicht, denn im Trainerteam wird umgebaut. Klapf erklärt, dass der bisherige Eins-B-Trainer in das Trainerteam der Kampfmannschaft aufrückt und dort als Co-Trainer mitarbeitet, während für die Eins-B-Mannschaft eine neue Lösung gefunden wurde. Dazu kommt ein Thema, das für die Vorbereitung besonders wichtig wird: Mehrere Spieler hatten in der frühen Saison verletzungsbedingt Rückschläge zu verkraften. „Die haben natürlich körperliche Defizite“, sagt Klapf, und genau diese Rückstände sollen nun in der trainingsfreien Zeit und in der Aufbauphase aufgearbeitet werden.

Ab 9. Juli beginnt die Arbeit für die neue Liga

Die Richtung für die kommenden Wochen ist damit klar vorgegeben. Klapf will nicht alles neu machen, aber an jenen Punkten arbeiten, die seiner Mannschaft in der neuen Liga helfen sollen. „Wir werden versuchen, unsere Defensive weiter zu verstärken und Lösungen zu finden, wie wir tief stehende Gegner in dieser Klasse bespielen können“, sagt er. Das ist eine nüchterne, aber sehr konkrete Ansage, die gut zu seiner gesamten Einordnung passt. Schweinbach will die Stabilität behalten und zugleich im Spiel nach vorne variabler werden. Dazu hofft der Trainer, „dass die verletzten Spieler fit und bestmöglich zurückkommen“. Der Zeitplan steht bereits: Am 9. Juli startet das Training, zwei Tage später folgt ein Teambuilding, ab 12. Juli läuft die planmäßige Vorbereitung. Fünf Testspiele sollen helfen, „die bestmögliche Formation zu finden“. Klapf formuliert den Blick nach vorne trotz des Abstiegs bewusst kämpferisch: „Wir sind hingefallen, aber wichtig ist, dass wir wieder aufstehen" Genau diese Haltung soll die kommenden Wochen in Schweinbach prägen. Trainer Wolfgang Klapf strotzt bereits wieder vor Energie und Motivation: "Ich kann es nicht mehr erwarten, bis es wieder losgeht und wir zusammenkommen."