In der 1. Klasse Nord-Ost hat ASKÖ Mauthausen die Saison mit 37 Punkten auf Rang acht beendet. Trainer Szabolcs Szegletes blickt dennoch nicht nur auf die Platzierung, sondern vor allem auf den Weg dorthin. Für ihn war entscheidend, dass aus der Gruppe wieder eine Mannschaft wurde, körperlich nachgelegt wurde und der Verein nun mit einer klaren Linie in die Vorbereitung auf die neue Saison geht.

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Dass ASKÖ Mauthausen am Ende im gesicherten Mittelfeld gelandet ist, hängt für Szabolcs Szegletes vor allem mit der Arbeit ab, die nach seiner Übernahme begonnen hat. Der Trainer machte im Gespräch sehr klar, wo er zuerst ansetzen wollte. „Als ich die Mannschaft übernommen habe, war meine erste Aufgabe, dass die Mannschaftsmoral wieder passt und die Spieler gemeinsam an einem Ziel ziehen“, sagt er. Genau das sei gelungen. Szegletes spricht davon, dass die Mannschaft diesen Weg gemeinsam durchgezogen habe und sich das dann auch in den Ergebnissen gezeigt habe. Die letzten Wochen der Saison haben dieses Bild gut widergespiegelt. Auf ein 3:0 beim ASV Hagenberg folgte ein 4:1 gegen TSU Wartberg/Aist, danach gab es ein 1:4 gegen Union Lasberg, ein 3:2 gegen Union Ried/Riedmark und zum Abschluss ein 2:7 bei TSU Schönau. Es war also eine Phase mit Ausschlägen in beide Richtungen, aber auch mit genug Punkten, um Rang acht abzusichern.
Neben der Stimmung in der Gruppe nennt der Trainer einen zweiten Punkt, der für ihn wesentlich war. „Körperlich waren wir nicht besonders gut drauf“, sagt Szegletes offen. Gerade deshalb habe man in der laufenden Meisterschaft und in der Winterpause sehr viel investiert. „Wir haben sehr viel und hart trainiert, und das ist gelungen“, so der Coach. Für ihn war das keine Nebensache, sondern eine Grundlage dafür, dass ASKÖ Mauthausen über längere Zeit konkurrenzfähig blieb. Im Sommer wird es nun auch personelle Veränderungen geben. Ein Spieler beendet seine Karriere, ein weiterer kehrt nach Enns zurück und vor allem der Abgang des Kapitäns schmerzt den Trainer. „Das tut uns sehr weh, aber ich verstehe es. Das ist seine letzte Chance, sich in der Landesliga zu probieren“, sagt Szegletes. Gleichzeitig sieht er auch neue Möglichkeiten. Als Zugänge nennt er Rückkehrer Mehmet Zenelaj, Marko Lucic und mit Göktan Özyilmaz einen weiteren Spieler von St. Pantaleon/Erla. Der Trainingsstart ist für den 13. Juli angesetzt, dazu kommt für den Trainer noch eine gute Nachricht: Aktuell sind alle Spieler fit.
Ganz ohne Einzelanerkennung wollte Szegletes die vergangenen Monate dann doch nicht stehen lassen. Besonders hervorgehoben hat er de 44-jährigen Marius Bogdan, der laut Trainer in jedem Training dabei war und sich am Ende mit stolzen 32 Treffern zum Torschützenkönig der Liga geschossen hat. Genau diese Mischung aus Leistung und Einstellung imponiert ihm. Szegletes spricht von einem Spieler, der „top motiviert“ sei und in der Amateurliga „profimäßig denkt“. Trotzdem will der Trainer den Blick nicht zu stark auf einzelne Namen verengen. „Für mich ist immer wichtig, dass die Mannschaft funktioniert“, sagt er. Siege und Niederlagen würden gemeinsam getragen, genau das sei ihm mehr wert als ein paar herausragende Einzelgeschichten. Auch beim Blick auf die Konkurrenz bleibt er sachlich. Am meisten beeindruckt hat ihn Meister Union Lasberg. „Hut ab“, sagt Szegletes mit Blick auf den Titelträger. Für ASKÖ Mauthausen heißt das im Umkehrschluss: den eigenen Weg weitergehen, die Gruppe zusammenhalten und auf der Basis dieser Rückrunde sauber in die neue Saison starten.