Platz vier mit 48 Punkten, dazu 20 Zähler in einer schwierigen Rückrunde: Bei Union Autohaus Aumayr Schönau fällt das Fazit in der 1. Klasse Nord-Ost trotz vieler Ausfälle positiv aus. Trainer Arnold Zangenfeind spricht von einer „starken Leistung“ und hebt vor allem hervor, wie seine Mannschaft die personellen Probleme aufgefangen hat. Dass dabei auch viele junge Spieler Verantwortung übernehmen mussten, sieht der Coach nicht nur als Notlösung, sondern auch als wichtigen Schritt für die Zukunft.

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Zangenfeind blickt auf eine Saisonhälfte zurück, die er von Beginn an nicht als leichte erwartet hatte. „Es war die erwartete herausfordernde zweite Saisonhälfte“, sagt der Trainer. Der Hauptgrund lag für ihn klar auf der Hand. „Wir hatten mit einigen schweren Verletzungen zu kämpfen, was uns im Kader stark reduziert hat.“ Dass Schönau am Ende dennoch bei 48 Punkten landete und die Meisterschaft auf Rang vier abschloss, bewertet er deshalb entsprechend hoch. Besonders die 20 Zähler im Frühjahr stellt er heraus: „Wir haben trotz der schwierigen Kadersituation im Frühjahr 20 Punkte geholt, was ich durchaus als starke Leistung einschätze.“ Auch die Ergebnisse der letzten Wochen passen zu jener Beschreibung, die Zangenfeind für diese Monate findet. Auf ein 3:0 gegen Union Rainbach i.M. folgte das klare 1:7 bei U. Königswiesen. Danach gewann Schönau 3:2 gegen SC Tragwein-Kamig, spielte 2:2 gegen SPG Pregarten 1b und beendete die Saison mit einem 7:2 gegen ASKÖ Mauthausen. Für den Trainer zeigt genau das, wie wechselhaft diese Phase war. Unterm Strich bleibt für ihn aber ein starkes Gesamtbild, zumal er die Saison mit 48 Punkten sogar als die zweiterfolgreichste der Schönauer Fußballgeschichte einordnet.
Gerade aus der angespannten Personalsituation versucht der Trainer aber auch etwas Positives mitzunehmen. „Dadurch konnten sehr viele junge Spieler Minuten sammeln, teilweise Spieler aus der U16. Davon werden sie in weiterer Folge sehr profitieren“, sagt Zangenfeind. Für ihn war das kein Randthema, sondern ein wesentlicher Teil dieser Rückrunde. Weil immer wieder umgestellt werden musste und der Kader nicht in voller Breite zur Verfügung stand, war die Mannschaft als Ganzes noch stärker gefordert. Genau dort setzt auch sein Lob an. „Aus dem Grund muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen“, betont der Schönauer Trainer. Dabei will er bewusst niemanden herausheben. „Am Ende möchte ich nicht über einzelne Spieler sprechen, sondern wir funktionieren immer nur im Kollektiv.“ Dieses Lob richtet er ausdrücklich an die erfahrenen Spieler genauso wie an die jungen Kräfte, die in diese Rollen hineingewachsen sind. „Es ist super wichtig, dass die erfahrenen Spieler die jungen Spieler an die Hand nehmen und mithelfen, sie gemeinsam in die richtige Richtung zu entwickeln.“ Dass die Leistungen dabei nicht durchgehend konstant waren, spricht Zangenfeind offen an. Für ihn ist das aber kein Vorwurf, sondern Teil einer normalen Entwicklung, wenn junge Spieler in so einer Situation rasch viele Minuten sammeln müssen.
Im Sommer steht in Schönau dennoch wieder ein kleiner Umbau an. Stefan Scheuchenpflug beendet nach 16 Jahren in der Kampfmannschaft seine aktive Karriere. Zangenfeind beschreibt ihn als Spieler, der im Frühjahr noch einmal „sehr geholfen“ habe und auch für die jungen Spieler wichtig gewesen sei. Jan Schönbauer kehrt zurück nach Tschechien, und Vaclav Cizler muss sich im August nach einer schweren Knieverletzung einer Operation unterziehen. Auf der Zugangsseite nennt der Trainer Viktor Atanasov, Ramadan Sulejmani und Marek Kučera. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf jene Spieler, die zurückkommen sollen. Kapitän Sebastian Liedl arbeitet nach seinem Kreuzbandriss vom Februar an seinem Comeback und soll voraussichtlich im Winter wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Lukas Gaisrucker wird für die Sommervorbereitung fit zurückerwartet und Jonas Ruemer beendet seine Reha Ende Juli. Auch abseits des Kaders sieht der Trainer den Verein gut aufgestellt. Im Funktionärsbereich bleibe „glücklicherweise alles gleich“, sagt Zangenfeind und lobt das Umfeld von der Vereinsführung bis zu den Nachwuchstrainern. Besonders freut ihn, dass in der Sommerpause eine Bewässerungsanlage für das Hauptfeld kommt. „Das ist auf alle Fälle der nächste Schritt in die richtige Richtung und zeigt einfach, wie bestrebt die Union Schönau ist, perfekte Bedingungen für uns Trainer und auch die Mannschaften zu schaffen.“ Nach einer Rückrunde mit personellen Sorgen, aber starkem Ertrag geht Schönau damit mit einer klaren Linie in den Sommer.