Spielberichte

„Nach der Herbstmeisterkrone haben wir einige wichtige Punkte liegen lassen“ – Königswiesen ordnet die Saison ein

U. Königswiesen

In der 1. Klasse Nord-Ost richtet sich bei der Union Agora Königswiesen der Blick schon klar nach vorne, ganz ohne die vergangene Saisonhälfte schönzureden. Sektionsleiter Andreas Wiesinger erinnert an eine starke Ausgangsposition mit der Herbstmeisterkrone, spricht aber auch offen über liegengelassene Punkte. Genau zwischen Selbstkritik, personellen Veränderungen und vorsichtigem Optimismus bewegt sich derzeit die Lage bei den Mühlviertlern. Der Sommer bringt damit nicht nur Vorfreude, sondern auch einige klare Themen auf den Tisch.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Zwischen Herbstmeisterkrone und liegen gelassenen Punkten

Der Rückblick fällt bei Andreas Wiesinger bewusst nicht nur freundlich aus. „Nach der Herbstmeisterkrone haben wir doch einige wichtige Punkte in Spielen liegen lassen“, sagt der Sektionsleiter und trifft damit ziemlich genau den Kern dieser Saison. Königswiesen war lange in einer sehr guten Ausgangslage, hat sich aber nicht in jeder Phase dafür belohnt. Gerade in Spielen, die nicht gewonnen wurden, sieht Wiesinger jene Momente, die am Ende besonders weh tun. Auch die jüngste Ergebnisreihe zeigt, warum der Blick zurück nicht ganz geradlinig ausfällt: Auf das 4:5 gegen Ried/Riedmark folgte ein 7:1 gegen Schönau, danach ein 3:2 gegen Rainbach i.M., ein 3:4 gegen Tragwein/Kamig und zum Abschluss ein 4:0 gegen Pregarten 1b. Da war vieles dabei, was für diese Mannschaft spricht, aber eben auch das, was im Laufe einer Saison Punkte kostet.

Buchinger übernimmt, Hüttmannsberger kommt zurück

Im Kader und rund um die Mannschaft gibt es vor dem Neustart ebenfalls Bewegung. Mit Borislav Simic verliert die Union einen Innenverteidiger, dazu gibt es auch auf der Trainerposition eine Veränderung. Mit Rudolf Buchinger übernimmt ein 41-jähriger Coach, der zuletzt beim niederösterreichischen SV Petzenkirchen-Bergland tätig war.  Wiesinger machte deutlich, dass darüber hinaus derzeit keine weiteren Änderungen im Umfeld zu vermelden sind, gerade deshalb richtet sich der Blick stark auf die tägliche Arbeit mit dem bestehenden Kern. Wichtig ist dabei auch die personelle Entwicklung von Alexander Hüttmannsberger. „Alexander wird nach langer Verletzung langsam wieder fit und kann wieder voll ins Training einsteigen“, sagt Wiesinger. Für eine Mannschaft, die in engen Spielen jeden verfügbaren Spieler brauchen kann, ist das eine Nachricht, die im Verein mit Sicherheit gerne gehört wird.

Fairnesspreis als Auszeichnung, Vorfreude als Auftrag

Was Wiesinger in seinen Antworten immer wieder betont, ist der Teamgedanke. Auf die Frage nach Spielern, die sich besonders hervorgetan haben, hebt er bewusst keinen Einzelnen heraus, sondern sagt: „Hier möchte ich das ganze Team nennen. Wir haben auch den Fairnesswettbewerb in der 1. Klasse Nord-Ost gewonnen.“ Das passt zu dem Bild, das die Union Königswiesen nach außen abgeben will: sportlich ambitioniert, aber geschlossen im Auftreten. Dass Wiesinger gleichzeitig Konstanz als entscheidenden Faktor hervorhebt, zeigt auch, woran sich die Mannschaft orientieren will. Der Ausblick fällt dennoch klar positiv aus. „Wir freuen uns schon auf die neue Saison“, sagt Wiesinger. Nach einer Saisonhälfte mit Herbstmeisterkrone, verpassten Punkten und einigen personellen Veränderungen ist genau das nun die Linie in Königswiesen: ehrlich aufarbeiten, ruhig weiterarbeiten und mit neuer Energie wieder angreifen.