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SPG Katsdorf: „Das Wichtigste ist die Kehrtwende“

SPG Katsdorf

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga Nord will die SPG Katsdorf in der 1. Klasse Nord-Ost rasch wieder Ruhe und Richtung finden. „Das Wichtigste ist, die Kehrtwende zu schaffen und wieder positive Stimmung im Ort und im Verein zu haben“, sagt Lukas Preining, der sportliche Leiter, im Gespräch mit Ligaportal. Nach einer Saison, die von Verletzungen geprägt war und mit dem letzten Platz endete, setzt der Verein nun auf drei Neuzugänge, die Rückkehr wichtiger Spieler und ein klar formuliertes Ziel: Katsdorf will unter die Top-Fünf.

Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Verletzungen als Hauptgrund für den Absturz

Die Analyse des sportlichen Leiters fällt klar aus. Nicht fehlender Wille oder mangelnde Qualität prägten die vergangene Saison, sondern eine Ausfallserie, die den Kader immer wieder aus dem Gleichgewicht brachte. „Die vergangene Saison war sehr durchwachsen aufgrund sehr vieler Verletzungen. Jedes Mal, wenn wir einen Lauf gestartet und Punkte gesammelt haben, haben sich Schlüsselspieler verletzt“, sagt Preining. Gerade in jenen Phasen, in denen sich die Mannschaft stabilisieren wollte, wurde sie wieder zurückgeworfen.

Besonders schwer wog dabei die Menge der Ausfälle. Laut Preining musste die SPG im Schnitt vier, fünf Stammkräfte ersetzen. Für eine Mannschaft dieser Größe war das auf Dauer nicht aufzufangen. „Das war einfach nicht zu kompensieren“, sagt der Sportchef. So wurde aus einer ohnehin schwierigen Saison am Ende ein Abstiegsjahr, das im Verein noch nachwirkt.

Punktuelle Änderungen statt kompletter Umbau

Im Kader hat sich dennoch einiges getan, ohne dass Katsdorf alles auf links dreht. Mit Kapitän Alexander Taferner beendet ein langjähriger Innenverteidiger und Sechser seine Karriere. Torhüter Dominik Eder legt eine Pause ein, weil im Herbst der Hausbau ansteht. Dazu verlässt Offensivkraft Edin Mujakic den Verein in Richtung Hertha Wels, David Schatz verließ den Verein und wechselt nach Luftenberg.

Auf der Zugangsseite versucht der Verein, gezielt Qualität hereinzuholen. Tarik Alijagic kommt von Blau-Weiß Linz und soll die Offensive beleben. Ladislav Janda kehrt vom SV Eberschwang zurück, war schon vor zwei Jahren Teil der Mannschaft und ist fürs Mittelfeld eingeplant. Im Tor setzt Katsdorf auf Erfahrung: Mit David Plavac wurde ein Landesliga-Goalie von Donau Linz geholt. Außerdem rücken mehrere Nachwuchsspieler nach oben. „Die drei Neuen müssen in die Mannschaft integriert werden. Das ist besonders wichtig, um eine gute Einheit zu sein“, sagt Preining. Genau darin liegt in der Vorbereitung einer der Schwerpunkte.

Rückkehrer geben Hoffnung, Ausfälle bleiben Thema

Neben den Neuen sind auch Rückkehrer ein wesentlicher Faktor. Tobias Strasser ist nach seinem Kreuzbandriss wieder im Team und soll im Herbst wieder eine tragende Rolle übernehmen. Preining spricht von einem „Mittelfeldmotor“, der der Mannschaft im Vorjahr gefehlt hat. Ganz entschärft ist die Personalsituation aber noch nicht: David Gruber fällt nach einem Kreuzbandriss weiterhin bis ins Frühjahr aus, Michael Scheweder und Bastian Waldhör sind angeschlagen. Manuel Steger wurde vor Kurzem operiert und soll in absehbarer Zeit ebenfalls wieder dazustoßen.

Abseits des Kaders setzt der Verein auf Kontinuität. Im Trainerstab gibt es keine Veränderungen. Damit bleibt zumindest das Umfeld konstant, während die Mannschaft auf dem Platz wieder Stabilität finden soll.

Top-Fünf als klare Ansage

Die Zielsetzung formuliert Preining ohne Ausweichmanöver. Zunächst soll sich die Stimmung drehen, denn die war nach dem letzten Platz naturgemäß belastet. Gleichzeitig verbindet der sportliche Leiter das mit einer sportlichen Erwartung, die sich hören lassen kann. „Mit den Neuverpflichtungen, die qualitativ natürlich sehr gut sind, erwarten wir uns schon einen Platz unter den Top-Fünf“, sagt er.

Für die Fans heißt das: Katsdorf plant keinen langsamen Neustart ohne Anspruch, sondern eine rasche Korrektur nach einem verkorksten Jahr. Die Mannschaft bekommt mehr Breite, mit Plavac Erfahrung im Tor, mit Alijagic Tempo für die Offensive und mit Janda eine hervorragende Lösung fürs Mittelfeld. Wenn die Verletzungssorgen diesmal nicht wieder zum großen Thema werden, soll aus der angekündigten Kehrtwende mehr werden als nur ein Wunsch.