Spielberichte

„Zur Pause habe ich gesagt: Wir sollen nicht mit dem Feuer spielen“ – danach zog ASKÖ Mauthausen davon

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ASKÖ Mauthausen
Union Bad Zell

In der 1. Klasse Nord-Ost hat die ASKÖ Mauthausen gegen die Union Bad Zell einen klaren 4:0-Erfolg eingefahren. Das Ergebnis klingt deutlich, zur Pause stand es aber noch 0:0. Trainer Szabolcs Szegletes sah seine Mannschaft trotzdem über die ganze Spielzeit klar im Vorteil, weil sie aus seiner Sicht schneller, konzentrierter und in beiden Richtungen stabiler war als der Gegner.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Ein 0:0 zur Pause, das den Trainer nicht täuschte

Dass es nach 45 Minuten noch torlos war, passte aus Sicht von Szabolcs Szegletes nur bedingt zum Spielverlauf. Der Mauthausen-Trainer sprach von einer klaren Überlegenheit seiner Elf und machte vor allem die Anfangsphase zum Thema. „Die ersten 20 Minuten müsste es eigentlich schon 2:0 oder 3:0 für uns stehen“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Genau darin lag für ihn auch der einzige heikle Punkt dieser ersten Hälfte, denn Bad Zell blieb dadurch im Spiel. Szegletes erinnerte daran, dass die Gäste vor der Pause zu einer Möglichkeit kamen und dass solche Spiele gefährlich werden können, wenn sich die dominierende Mannschaft für ihren Aufwand nicht belohnt. Deshalb wurde seine Ansprache in der Kabine deutlich: „Zur Pause habe ich gesagt, wir sollen nicht mit dem Feuer spielen, weil der Gegner immer stärker wird, wenn wir die Tore nicht machen.“ Das 0:0 war für ihn also kein Zeichen eines ausgeglichenen Spiels, sondern eher ein Warnsignal, dass seine Mannschaft ihre Überlegenheit noch nicht in Zählbares umgesetzt hatte.


Mauthausen legt nach der Pause sofort nach

Was Szegletes sehen wollte, bekam er kurz nach Wiederbeginn. In der 51. Minute brachte Marius Bogdan die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Spätestens da war Mauthausen in jener Bahn, die der Trainer schon deutlich früher im Spiel gesehen hatte. „Wenn du das 1:0 machst und kurz darauf auch das 2:0 machen kannst, dann war das Spiel, glaube ich, schon entschieden“, sagte Szegletes. Dass kurz danach auch noch Noah Jöbstl in der 58. Minute zum 3:0 traf, machte die stärkste Phase der Hausherren endgültig sichtbar. Der Trainer erklärte den Unterschied vor allem über das Tempo seiner Mannschaft. „Wir waren fast auf jeder Position schneller. Unser Umschaltspiel hat gut funktioniert, das hat den Gegner heute überrascht“, so Szegletes. Der Treffer von Marko Lucic zum 4:0 in der 83. Minute setzte dann nur noch den Schlusspunkt unter einen Abend, an dem Mauthausen den Druck nach der Pause in Tore ummünzte und sich für eine dominante Leistung doch noch klar belohnte.

Schnelligkeit, Stabilität und Blick auf das, was noch kommen soll

In seiner Analyse kam Szegletes immer wieder auf zwei Punkte zurück: das Tempo seiner Mannschaft und die Ordnung gegen den Ball. „Schnelligkeit, Konzentration. Hinten haben wir wirklich nichts zugelassen. Wir waren stabil und haben von hinten nach vorne relativ schnelle Aktionen durchgezogen“, fasste er den Auftritt zusammen. Gerade dieses Gesamtbild gefiel ihm, weil es nicht nur um vier Tore ging, sondern auch um das neuerliche Spiel ohne Gegentor. Gleichzeitig blieb der Trainer trotz des klaren Ergebnisses bei einer bodenständigen Einordnung. Er sprach davon, dass in der Mannschaft noch mehr steckt und dass die Trainingswoche davor für ihn ein wichtiger Punkt gewesen sei. „Das ist, wo ich hin will. Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche eine gute Leistung bringen“, sagte er. Auch für den Gegner fand Szegletes anerkennende Worte. Die Union Bad Zell sei eine junge Mannschaft mit vielen Spielern aus dem eigenen Verein. „Hut ab“, meinte der Trainer. Für die ASKÖ Mauthausen bedeutet der 4:0-Heimsieg jedenfalls einen weiteren Schritt nach vorne. Nach fünf Runden stehen die Mauthausener im oberen Tabellendrittel, und genau dort sieht ihr Trainer das Potenzial seiner Mannschaft auch weiterhin.

1. Klasse Nord-Ost: Mauthausen : Bad Zell - 4:0 (0:0)

  • 83
    Marko Lucic 4:0
  • 58
    Noah Jöbstl 3:0
  • 55
    Marius Bogdan 2:0
  • 51
    Marius Bogdan 1:0