In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich Union Agora Königswiesen am Samstag mit 2:0 gegen SV Pichler Automobile Steyregg durchgesetzt. Zur Pause war noch alles offen, erst nach dem Seitenwechsel zog die Heimelf das Spiel auf ihre Seite. Trainer Rudolf Buchinger brachte den Unterschied nach dem Schlusspfiff einfach auf den Punkt: „Wir haben die Torchancen besser genutzt.“
Wer nur auf das Ergebnis schaut, könnte meinen, Königswiesen habe die Sache am Ende klar geregelt. Buchinger zeichnete nach dem Spiel aber ein anderes Bild und sprach von einer Partie, die über weite Strecken eng war. „Eine enge Partie mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte der Trainer, und genau so liest sich auch der Spielverlauf. Zur Halbzeit stand es 0:0, weil sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Dass Steyregg dabei kein angenehmer Gegner war, stellte Buchinger ebenfalls klar. Er beschrieb die Gäste als „sehr spielstarke und kompakte Mannschaft“ und machte damit deutlich, dass seine Mannschaft geduldig bleiben musste, um diese Begegnung für sich zu entscheiden.
Nach dem torlosen ersten Abschnitt kippte die Partie in der zweiten Hälfte zugunsten der Gastgeber. In der 64. Minute brachte Yannic Haslinger Königswiesen mit 1:0 in Führung, in der 82. Minute legte derselbe Spieler mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 nach. Für Buchinger lag der Schlüssel dabei nicht in einer langen Dominanzphase, sondern in den Momenten, in denen sein Team schnell umschalten konnte. „Zwei Tore nach Fehlern von Steyregg, die im Umschaltspiel zu Toren geführt haben“, fasste er die beiden entscheidenden Szenen zusammen. Damit war auch gesagt, warum Königswiesen dieses Spiel gewann: nicht weil die Partie einseitig gewesen wäre, sondern weil die Heimelf in den entscheidenden Situationen konsequenter war und Haslinger beide Möglichkeiten verwertete.
Neben den zwei Treffern hob der Königswiesener Trainer vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. Auf die Frage, was besonders gut funktioniert habe, nannte er knapp die „Defensivleistung“. Das passt zu einem Heimspiel, in dem gegen einen spielstarken Gegner hinten die Null stand und damit die Grundlage für den Erfolg gelegt wurde. Auch Buchingers Einschätzung zur Schiedsrichterleistung fiel sachlich aus: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Unter dem Strich blieb für ihn vor allem hängen, dass seine Mannschaft in einem ausgeglichenen Spiel den kleinen, aber entscheidenden Vorsprung vor dem Tor hatte. Mit dem 2:0 hält Königswiesen nach fünf Runden bei neun Punkten und hat sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Für Steyregg, das nun bei fünf Zählern steht, blieb diesmal trotz ordentlicher Anlage nichts Zählbares mit nach Hause zu nehmen.