In der 1. Klasse Nord-Ost hat Union Autohaus Aumayr Schönau gegen SPG Pregarten 1b nach einer 2:0-Pausenführung nur 2:2 gespielt. Co-Trainer Tobias Kern sah einen starken Beginn seiner Mannschaft, machte nach dem Schlusspfiff aber auch klar, warum der Heimsieg noch aus der Hand gegeben wurde: Beim Stand von 2:0 ließ Schönau die Vorentscheidung liegen und verlor nach der Pause an Biss.

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Schönau legte die Partie zunächst genauso an, wie man sich ein Heimspiel vorstellt. Die Gastgeber fanden laut Kern gut hinein, arbeiteten sich sauber ins Match und gingen in der 31. Minute durch Philip Wurm verdient in Führung. Gerade dieses Tor hob der Co-Trainer nach dem Spiel besonders hervor. "Der Knackpunkt war sicher das 1:0", sagte Kern, weil dieser Treffer der Mannschaft zusätzlich Sicherheit gab. Dazu kam, dass Schönau nach einer verletzungsbedingten Umstellung in der ersten Hälfte nicht den Faden verlor. Im Gegenteil: Kern sprach davon, dass sein Team die letzten rund 20 Minuten vor der Pause "gut gespielt" und "frei aufgespielt" habe. Diese Phase brachte auch das 2:0, das Stefan Scheuchenpflug in der 37. Minute erzielte. Mit dieser Führung hatte Schönau das Spiel zunächst klar auf seiner Seite.
Genau dort setzte nach dem Seitenwechsel aber die Wende an. Kern sprach sehr offen an, was seiner Mannschaft in dieser Phase abging. "In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr spritzig genug und haben nicht mehr so aktiv gegen den Ball gearbeitet", erklärte er. Vor allem beim Stand von 2:0 sah er die große verpasste Chance, die Partie endgültig zuzumachen. "Der Knackpunkt war sicher, dass wir beim 2:0 nicht das 3:0 gemacht haben, obwohl wir da noch zwei, drei Chancen gehabt hätten", sagte Kern. Statt der möglichen Vorentscheidung kam Pregarten zurück. Paul Hummer verkürzte in der 65. Minute auf 2:1, und damit war die Ruhe auf Schönauer Seite endgültig weg. "Das war der Wendepunkt", meinte Kern. "Dann waren wir einfach nicht mehr präsent genug am Platz." In der 81. Minute stellte Issa Sulejmani auf 2:2 und bestrafte jene Phase, in der Schönau zu wenig Zugriff hatte.
Dass Schönau die Partie nicht mehr auf seine Seite ziehen konnte, erklärte Kern vor allem mit dem fehlenden Zugriff ab etwa der 60. Minute. "Ab der 60. Minute waren wir nicht mehr bissig genug, sind nicht mehr intensiv in die Zweikämpfe gekommen und haben die zweiten Bälle nicht gewonnen", sagte er. Für ihn war das der Hauptgrund, warum der Vorsprung nicht hielt. Gleichzeitig wollte der Co-Trainer den Gegner ausdrücklich nicht kleinreden. Pregarten sei eine junge Mannschaft, die Fußball spielen wolle und mit viel Motivation auftrete. "Ich möchte den Gegner nicht schlechtreden. Es war wirklich auch ein gutes Spiel von Pregarten, weil sie gute Fußballer im Team haben", sagte Kern. Auch zum Unparteiischen blieb er sachlich. In einem hart umkämpften Spiel habe es auf beiden Seiten einmal die eine oder andere Entscheidung gegeben, die unter Druck vielleicht nicht optimal war, insgesamt habe der Schiedsrichter aber eine gute Leistung gezeigt.
Ganz ohne Möglichkeit auf den Sieg ging Schönau aus dieser Partie nämlich nicht heraus. Kern erinnerte daran, dass seine Mannschaft nach dem 2:2 noch "zwei, drei Chancen auf den 3:2-Führungstreffer" hatte, der Pregartner Tormann aber stark hielt. Gerade deshalb blieb nach dem Abpfiff das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem ordnete der Co-Trainer das Ergebnis nüchtern ein. "Übers ganze Spiel gesehen ist es sicher gerecht", sagte er. Dazu komme, dass hinter Schönau eine Woche mit vielen Veränderungen liege. "Wir haben sehr viele Umstellungen gehabt, sehr viele Neuerungen mit dem Trainerwechsel", erklärte Kern. Die Stimmung sei dennoch positiv, und genau daran wolle man jetzt anknüpfen. Schönau werde weiterarbeiten und nächste Woche gemeinsam den nächsten Anlauf auf den nächsten Dreier nehmen.