In der 1. Klasse Nord-Ost hat ASKÖ Luftenberg beim 0:0 gegen die SPG Katsdorf den ersten Punkt der Saison geholt. Trainer Joachim Taferner sah vor allem eine disziplinierte und kämpferische Vorstellung seiner Mannschaft, die defensiv sehr stabil auftrat und auch in der Schlussphase standhielt. Weil Luftenberg über weite Strecken wenig zuließ und die beste Phase der Gäste ohne Gegentor überstand, sprach Taferner am Ende von einem gerechten Remis. Für Luftenberg war das ein wichtiges Zeichen nach vier Niederlagen.
Der Plan der Gastgeber war von Beginn an klar zu erkennen. Taferner stellte seine Mannschaft bewusst eher defensiv auf, und genau das ging nach seiner Einschätzung zunächst gut auf. „Wir haben gut in das Spiel reingefunden und sind defensiv sehr gut gestanden“, sagte der Luftenberger Trainer. Dazu kam, dass seine Elf die Zweikämpfe gut annahm und dadurch kaum Ruhe in das Spiel des Gegners kommen ließ. Die erste Halbzeit verlief deshalb ausgeglichen, ohne viele klare Möglichkeiten. Taferner sprach von vielen Standards auf beiden Seiten, aber eben von keinen wirklich zwingenden Chancen auf das 1:0. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte daher zum Verlauf dieser ersten 45 Minuten.
Auch nach dem Seitenwechsel machte Luftenberg zunächst dort weiter, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Der Trainer sagte: „Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten wir genau da weiter, wo wir aufgehört haben.“ Erst in der zweiten Phase des zweiten Durchgangs bekam Katsdorf mehr Zugriff und kam zu seiner besten Phase. Da brauchte Luftenberg nicht nur Ordnung, sondern auch einen verlässlichen Rückhalt im Tor. „Mit ein, zwei guten Torhüteraktionen haben wir das gut in den Griff bekommen“, sagte Taferner über jene Minuten, in denen die Gäste näher am Treffer waren als zuvor. Kurz vor Schluss wurde es dann noch einmal hektisch, aber auch trotz einer roten Karte blieb ein Treffer in der zweiten Halbzeit aus. Auch über einzelne Entscheidungen des Schiedsrichters wollte er das Remis nicht erklären, weil es für ihn keine spielentscheidenden Szenen gab.
Taferner ordnet das Remis als verdienten Punktgewinn ein. „Es war in Summe ein gerechtes 0:0“, sagte er, weil Luftenberg zwar offensiv selbst nur vereinzelt für Gefahr sorgen konnte und der Gegner ebenso aus dem Spiel nicht zwingend genug wurde. Im Spiel mit Ball sieht der Trainer dennoch noch Luft nach oben. „Wir haben in gewissen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen und von hinten heraus nicht perfekt herausgespielt“, erklärte er offen. Über den Gegner verlor Taferner trotz des Punktgewinns kein schlechtes Wort. Katsdorf sei grundsätzlich sehr stark, bei einigen Spielern habe man gesehen, „dass sie sehr gute Fußballer sind“. Gleichzeitig hatte er den Eindruck, dass die Gäste seine Mannschaft „möglicherweise auch ein bisschen unterschätzt“ haben. Für Luftenberg zählt jetzt aber vor allem der Blick nach vorne. Nach Wochen, in denen der Kader laut Taferner durch Ausfälle und Verletzungen geschwächt war, soll dieser erste Zähler neue Energie bringen. „Wir möchten auf diesen Punkt aufbauen und in den nächsten Wochen unseren ersten Sieg einfahren“, sagte der Trainer mit Blick auf den Tabellenkeller.