Spielberichte

"Dreißig Minuten sehr stark, sechzig Minuten sehr schwach" – Königswiesen gewinnt 3:1

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U. Königswiesen
Union Bad Zell

Am 6. Spieltag der 1. Klasse Nord-Ost hat Union Agora Königswiesen zuhause Union Bad Zell mit 3:1 besiegt. Trainer Rudolf Buchinger fasste den Sieg, der lange nicht durchgehend sicher wirkte, mit wenigen Worten treffend zusammen: "Dreißig Minuten sehr stark, sechzig Minuten sehr schwach." Genau dieses Bild zog sich durch die Partie, in der Königswiesen stark begann, dann aber bis in die Schlussphase hinein arbeiten musste.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Beginn bringt die Führung

Rudolf Buchinger musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo der Sieg seinen Ursprung hatte. Die Anfangsphase seiner Mannschaft gefiel ihm klar am besten. "Wir haben Druck auf den Gegner gemacht, das Tempo diktiert und das Tempo hochgehalten", sagte der Trainer. Genau in diese starke halbe Stunde fiel auch die Führung: Simon Lindner brachte Königswiesen in der 13. Minute mit 1:0 nach vorne. Die Gastgeber waren in dieser Phase das aktivere Team und hatten mehr vom Spiel. Buchinger sprach deshalb auch von einer "guten Partie", ehe das Spiel aus seiner Sicht nach rund dreißig Minuten deutlich an Qualität verlor.


Bad Zell kommt zurück, Königswiesen verliert den Faden

Danach änderte sich das Bild jedoch spürbar. Buchinger brachte es mit einem Satz auf den Punkt: "Dreißig Minuten sehr stark, sechzig Minuten sehr schwach." Bad Zell, das der Königswiesen-Coach als "defensiv und kampfstark" beschrieb, arbeitete sich in die Begegnung hinein und kam noch vor der Pause zum Ausgleich. Paul Höfer traf in der 35. Minute zum 1:1, mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen. Einen einzelnen Moment, in dem das Spiel endgültig in Richtung seiner Mannschaft gekippt wäre, wollte Buchinger im Rückblick nicht ausmachen. Auffällig war für ihn vielmehr, dass Königswiesen nach dem starken Beginn gerade "im Spiel mit dem Ball" noch Luft nach oben hat.

Das 2:1 als Schlüsselmoment

Entscheidend wurde am Ende dennoch, dass die Gastgeber in einer Partie mit wechselhafter Linie bis zum Schluss dranblieben. Buchinger nannte das ohne Umschweife die größte Stärke seines Teams: "Kampf bis zur letzten Minute." Genau dazu passte dann auch die Schlussphase. Das für ihn wichtigste Tor war das 2:1, wie er selbst sagte: "Das 2:1." Yannic Haslinger erzielte diesen Treffer in der 75. Minute und brachte Königswiesen damit wieder auf Kurs. In der Nachspielzeit legte Alexander Hüttmannsberger noch das 3:1 nach und machte den Heimsieg endgültig fix. So blieb unter dem Strich ein Erfolg, der laut Trainer viel von der Anfangsphase und noch mehr vom Durchhaltevermögen lebte.

Nüchterne Einordnung nach drei Punkten

Für die Einordnung dieses 3:1 ist gerade die Nüchternheit des Königswiesen-Trainers interessant. Er machte aus dem Sieg keine perfekte Vorstellung, sondern benannte klar die zwei Seiten seines Teams: einen sehr guten Beginn und eine über weite Strecken schwächere Phase danach. Dass es dennoch zu drei Punkten reichte, lag aus seiner Sicht nicht an Nebenschauplätzen. "Keine strittigen Szenen, gute Schiedsrichterleistung", sagte Buchinger. Mit zwölf Punkten nach sechs Runden steht Königswiesen auf Rang vier. Der Heimsieg zeigt damit vor allem eines: Auch an einem Tag, an dem nicht alles rund läuft, kann diese Mannschaft Spiele für sich entscheiden.

1. Klasse Nord-Ost: Königswiesen : Bad Zell - 3:1 (1:1)

  • 94
    Alexander Hüttmannsberger 3:1
  • 75
    Yannic Haslinger 2:1
  • 35
    Paul Höfer 1:1
  • 13
    Simon Lindner 1:0