In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich SPG Pregarten 1b am Freitagabend Union Ried in der Riedmark mit 0:1 geschlagen geben müssen. Ein Treffer von Felix Alexander Haider in der 40. Minute reichte den Gästen in einer Partie, die Trainer Matthias Lindtner als ausgeglichen, taktisch und chancenarm einordnete. Gerade deshalb war der Sieg für Ried umso wichtiger: Auch ohne Glanz nahm die Mannschaft alle drei Punkte mit.
Wer auf einen offenen Schlagabtausch gehofft hatte, bekam in Pregarten eher ein Geduldsspiel zu sehen. Lindtner sprach von einer Partie, in der „sehr viel im Mittelfeld passiert“ sei und beide Teams lange darum bemüht waren, Kontrolle in ihr Spiel zu bringen. „Es war sicherlich ein sehr ausgeglichenes Spiel, sehr taktisch geprägt, ein sehr chancenarmes Spiel“, sagte der Ried-Coach nach dem Schlusspfiff. Pregarten beschrieb er als junge und spielstarke Mannschaft, die den Ball sauber laufen ließ und vieles spielerisch lösen wollte. Genau das machte es für seine Elf schwer, vor allem im gewohnten Pressing. „Wir waren dann leider oft zu weit weg von unseren Gegenspielern, gerade im Zentrum“, erklärte Lindtner. Dennoch hielt Ried dagegen, blieb in einer engen Partie stabil und bekam kurz vor der Pause jenen Moment, der das Spiel am Ende entschied: In der 40. Minute traf Felix Alexander Haider zum 1:0. Für Lindtner war dieser Treffer besonders wertvoll, weil er in einem Match mit wenigen klaren Szenen eben umso mehr Gewicht hatte.
Dass dieses 1:0 so wichtig war, machte der Trainer in seiner Analyse mehrfach deutlich. „Das Tor kurz vor der Halbzeit war sicher sehr entscheidend für uns“, sagte Lindtner, der dabei auch von einem Fehler in der Hintermannschaft der Pregartner sprach. Nach seiner Wahrnehmung kippte die Begegnung nach dem Seitenwechsel dann ein Stück weit in Richtung der Gäste. Ried kam besser in die Zweikämpfe, stand näher am Gegner und fand mehr Zugriff als noch in weiten Teilen der ersten Hälfte. Trotzdem blieb es ein Spiel mit wenig Strafraumszenen. Lindtner sprach insgesamt nur von wenigen Halbchancen und meinte sogar, es habe „zwei zwingende Chancen“ gegeben. Eine davon nutzte seine Mannschaft zum entscheidenden 1:0, die zweite ließ sie nach der Pause aus. „Da haben wir aus einer sehr vorteilhaften Position zwei, drei Meter vor dem Tor den Torwart angeschossen“, schilderte er die große Möglichkeit auf das 2:0. Weil dieser zweite Treffer ausblieb, blieb die Partie bis zum Ende eng, auch wenn Lindtner sagte, dass von Pregarten in der Schlussphase nicht mehr allzu viel Gegenwehr gekommen sei und sich viel wieder rund um das Mittelfeld abgespielt habe.
Gerade weil Ried nicht an sein spielerisches Maximum kam, hatte dieser Auswärtssieg für den Trainer einen besonderen Wert. „Es war nicht wirklich ein gutes Spiel von uns“, räumte Lindtner offen ein. Er sprach davon, dass oft der letzte Pass gefehlt habe und seine Mannschaft in manchen Zweikämpfen zu weit weg gewesen sei. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Elf solche Spiele mittlerweile trotzdem ziehen kann. „Das macht vielleicht den Unterschied zur letzten Saison aus, dass wir auch Spiele, in denen wir gerade nicht so gut spielen und nicht unsere beste Leistung abrufen, gewinnen können“, sagte der Coach. Dazu kommt ein Punkt, den Lindtner ausdrücklich hervorhob: „Das ist jetzt das dritte Spiel zu null.“ Die stabile Defensive ist für Ried ein Schwerpunkt, und genau darauf will die Mannschaft auch in den kommenden Wochen aufbauen. Mit zehn Punkten steht der Klub nach sechs Runden gut da. Lindtner sprach von einer sehr guten Trainingsbeteiligung, viel Konzentration und guter Stimmung in der Gruppe. In Ried sei aktuell „grundlegende Zufriedenheit“ da, und nach einem Abend wie diesem wird das nicht kleiner geworden sein.