Spielberichte

Torloses Remis in Steyregg

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SV Steyregg
TSU Schönau

In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich der SV Pichler Automobile Steyregg gegen die Union Autohaus Aumayr Schönau mit einem 0:0 begnügen müssen. Vor allem nach der Pause sah Trainer Thomas Steindl den Aufsteiger näher am Sieg, weil Steyregg mehr Kontrolle bekam und in der Schlussphase die klareren Möglichkeiten vorfand. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht aber, dass vor dem Tor die nötige Ruhe fehlte.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

Image by Jörg Struwe from Pixabay


Nervöser Beginn, dann kam Steyregg besser hinein

Steyregg brauchte diesmal einige Zeit, um in die Partie zu finden. Steindl sprach von einem nervösen Start und sagte offen: „Wir hatten Probleme, ins Spiel zu kommen und waren mit Ball recht unsicher.“ In dieser Phase kam Schönau zu einigen Umschaltsituationen, ohne zwingend vors Tor zu kommen. Erst nach etwa zwanzig bis dreißig Minuten wurde die Heimelf stabiler. Die Ballbesitzphasen wurden sauberer, die Wege nach vorne klarer, und damit tauchte Steyregg auch gefährlicher vor dem Tor auf. Zur Pause blieb es trotzdem beim 0:0.

Nach der Pause war Heimsieg möglich

Nach dem Seitenwechsel sah Steindl dann jene Phase, in der sein Team dem Sieg am nächsten war. „Wir hatten mehr Geduld am Ball“, sagte der Trainer, und genau das veränderte das Bild. Steyregg konnte die Angriffe länger ausspielen und kam vor allem in den letzten dreißig Minuten immer wieder in gute Abschlusspositionen. Mehrmals stand ein Steyregger alleine vor dem Tormann, doch der Ball ging nicht hinein. Für Steindl war das der entscheidende Punkt dieses Nachmittags. „Wir hatten eindeutig die besseren Chancen“, meinte er, und er machte auch klar, dass seine Mannschaft in dieser Phase auf den Siegtreffer drückte. Während Steyregg anschob, hatte der Trainer den Eindruck, dass Schönau eher den Punkt sichern wollte. Weil die klarsten Möglichkeiten ungenützt blieben, wurde aus dem Übergewicht aber kein Heimsieg.

Schönau blieb mit langen Bällen und Zweikämpfen im Spiel

Ganz ohne Gefahr auf der anderen Seite verlief die Partie allerdings nicht. Steindl beschrieb Schönau als Mannschaft, die in der Mittelfeldpresse wartete und dann vor allem über lange Bälle aktiv wurde. „Sie haben auf ihre Momente gewartet“, sagte er über die Gäste, die in den Zweikämpfen sehr intensiv arbeiteten und bis zum Ende alles hineinwarfen. Genau daraus ergaben sich auch die besten Schönauer Aktionen. Einmal rettete Steyreggs Tormann stark, kurz vor Schluss half den Gastgebern bei einer Standardsituation die Latte. Das passt zu Steindls Gesamtbild dieses 0:0: zwar ein Chancenplus für Steyregg, aber eben auch gute Möglichkeiten für Schönau in einem intensiven und zeitweise hektischen Spiel.

Vor dem Tor fehlte die Ruhe, am Freitag wartet Ried/Riedmark

Positiv war für den Coach, dass seine Mannschaft gerade in der Schlussphase immer besser ins eigene Spiel fand. „In den letzten 30 Minuten konnten wir unser Spielsystem wirklich umsetzen“, sagte Steindl. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht: Nach sechs Runden hält der SV Steyregg bei sechs Punkten, am Freitag wartet Ried/Riedmark. Dort will der Trainer „schon ab der ersten Minute unser Spiel aufs Feld bekommen“ und die vorhandenen Chancen diesmal auch nützen.