In der 1. Klasse Nord-Ost hat die ASKÖ Mauthausen am Freitagabend gegen die Union Agora Königswiesen einen 0:1-Pausenrückstand in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Trainer Szabolcs Szegletes sprach danach von einem längst überfälligen Erfolg gegen den bisherigen Angstgegner. Ausschlaggebend war für ihn nicht ein einzelner Spielzug, sondern die Art, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand dranblieb, den Druck erhöhte und sich in der Schlussphase belohnte.

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Dass dieser Sieg für Mauthausen mehr war als nur der nächste Dreier, machte Szegletes gleich zu Beginn deutlich. "Königswiesen war unser Angstgegner. Es ist fast drei Jahre her, dass wir zuletzt gegen sie gewonnen haben, deshalb war der Respekt groß", sagte der Trainer. Dieser Respekt bekam schon in der 8. Minute neue Nahrung, als Clemens Scheuchenpflug die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Mauthausen lief also früh einem Rückstand nach, und auch der Coach sagte offen: "In der Anfangsphase ist es noch nicht so gelungen, wie ich mir das vorgestellt habe." Gleichzeitig betonte er aber, dass seine Mannschaft sehr konzentriert gewesen sei und mit klarem Kopf gespielt habe. Entscheidend war für ihn dann die Entwicklung der Partie. "Ab der 30. Minute waren wir dominanter", sagte Szegletes. Aus seiner Sicht hatte Mauthausen nun mehr Ballbesitz, hielt Königswiesen stärker unter Druck und arbeitete sich Schritt für Schritt in die Partie hinein, auch wenn es mit dem 0:1 in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel bekam Mauthausen rasch die Antwort, die es gebraucht hatte. Marius Bogdan traf in der 49. Minute zum 1:1, und genau dieser Treffer war für Szegletes ein ganz wichtiger Punkt im Spiel. "Der Ausgleich tut immer gut und das war wichtig", sagte er. Noch wichtiger war für ihn aber, dass seine Mannschaft nach dem frühen Rückstand nicht nervös geworden war. "Wir haben nach dem Rückschlag nicht aufgegeben. Wir haben den Kopf nicht hängen lassen, sondern mit breiter Brust weiter Fußball gespielt und weiter gekämpft", erklärte der Trainer. In seiner Wahrnehmung blieb Mauthausen danach am Drücker, spielte fast nur noch in eine Richtung und ließ Königswiesen vor allem über Umschaltmomente kommen. Diese Konter seien "zwei-, dreimal harmlos gewesen", meinte Szegletes. Lange blieb es trotzdem beim 1:1, ehe sich die Druckphase doch noch im Ergebnis niederschlug: Noah Jöbstl brachte die Gastgeber in der 85. Minute mit 2:1 in Führung, nur drei Minuten später legte Pascal Haller das 3:1 nach. Für den Mauthausen-Coach waren diese beiden späten Treffer die logische Belohnung für eine Mannschaft, die über den ganzen Abend hinweg dranblieb.
Entsprechend zufrieden war Szegletes mit dem Auftritt seiner Mannschaft, ohne dabei alles schönzureden. "Die ganze Mannschaft hat gut funktioniert, von hinten bis vorne. Wir waren beweglich, spielerisch gut und hatten gute Aktionen", sagte er. Als größten Unterschied zwischen den beiden Teams nannte er die Geschlossenheit. "Die Mannschaftsmoral war entscheidend. Wir waren kompakt, haben gemeinsam nach vorne und gemeinsam nach hinten gearbeitet und die Löcher zugemacht." Gleichzeitig sieht der Trainer weiter Luft nach oben, vor allem im Umgang mit dem Ball. "Teilweise müssten wir den Ball noch mehr beruhigen. Da fehlt uns noch etwas, aber das wird Woche für Woche besser", erklärte er. Auch den Gegner ordnete er trotz der Niederlage positiv ein. Die Union Königswiesen sei eine gute Mannschaft mit "sehr schönem, gutem und schnellem Umschaltspiel", zudem wolle er fehlende Führungsspieler bei den Gästen nicht zum großen Thema machen. Unter dem Strich stand für ihn deshalb ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner. Die ASKÖ Mauthausen hält damit nach sieben Runden bei 16 Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga voll dabei.